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CDU stärkste Kraft – doch SPD gewinnt zwei Wahlkreise

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es war ein erfolgreicher Wahlabend für die SPD, auch wenn es landesweit nicht gereicht hat, stärkste Partei zu werden. Im Kreis Pinneberg haben die Sozialdemokraten zwei Wahlkreise von der CDU zurückerobert.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2012 | 21:13 Uhr

Im Wahlkreis 22 holte sich Beate Raudies das Direktmandat, das zuvor vom CDU-Abgeordneten Michael von Abercron besetzt war. Das Ergebnis ist deutlicher, als es zu erwarten war: Raudies erhält 39,2 Prozent, von Abercron nur 35,1 Prozent, in Stimmen lag Raudies 1444 vor von Abercron.

Erfolgreich verteidigen konnte Peter Lehnert seinen Wahlkreis 23 für die CDU. Mit 4934 Stimmen mehr als seine Herausforderin Johanna Skalski von der SPD kehrt der Christdemokrat in den Landtag zurück.

Keine Überraschung auch im Wahlkreis 23. Dort sicherte sich Barbara Ostmeier (CDU) den Wahlsieg, sie konnte 699 Stimmen mehr verbuchen als ihr Herausforderer Thomas Hölck. Überraschend stark hier war auch der Kandidat der Piraten, der 2325 Stimmen erhielt. Eine faustdicke Überraschung gab es im Wahlkreis 25. Dort konnte CDU-Kandidatin Natalina Boenigk das Mandat von Ex-Parteichef Christian von Boetticher nicht verteidigen und scheiterte an ihrem Herausforderer Kai Vogel, der 1154 Stimmen mehr erhielt als Pinnebergs Bürgervorsteherin. Damit verpasst Natalina Boenigk den Einzug in den Kieler Landtag.

Auch die Grünen können sich im Kreis Pinneberg über ein starkes Ergebnis freuen. Die Landtagsabgeordnete Ines Strehlau verpasst zwar den direkten Wiedereinzug in den Kieler Landtag, kann jedoch mit 12,9 Prozent das beste Grünen-Kandidatenergebnis für sich verbuchen. Sicher drin ist hingegen die Landesvorsitzende Eka von Kalben. Sie sicherte sich den Land-tagseinzug mit dem sicheren Listenplatz 3 auf der Landesliste. Gescheitert sind die Linken, die im neuen Landtag nicht mehr vertreten sein werden. Im Kreis Pinneberg kamen sie auf 2,4 Prozent der Zweitstimmen. Die Partei will sich jetzt neu aufstellen und die Weichen für den anstehenden Kommunalwahlkampf stellen. Überraschend stark auch im Kreis Pinneberg sind die Piraten, die 8,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnten.

Mit einer Wahlbeteiligung von nur 59,7 Prozent liegt der Kreis Pinneberg knapp unter dem Landesschnitt.

Kritisch zu den Plänen von SPD und Grünen, gemeinsam mit dem SSW eine Regierung zu bilden, äußerte sich die Fraktionschefin der CDU im Kreistag, Heike Beukelmann: „Ich finde das Selbstbewusstsein von Herrn Albig schon befremdlich. Die Erfahrungen, die wir mit der sogenannten „Dänen-Ampel“ gemacht haben, sind keine guten Erinnerungen.“ Beukelmann bezweifelte, ob der SSW als Partei der dänischen Minderheit auch in der Lage sei, sich mit den Problemen des Landes insgesamt auseinanderzusetzen. „Ich bin mir nicht sicher, ob sich der SSW über die Bedeutung der Metropolregion Hamburg bewusst ist.“

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