CDU-Politiker bauen Seniorenhaus

Das Geheimnis über die Investoren für das Mehrgenerationenhauses im Neubaugebiet „Achter de Kark“ ist während der jüngsten Bauausschusssitzung gelüftet worden. Es sind drei Hetlinger, die für die CDU Dorfpolitik machen.

shz.de von
17. April 2013, 20:41 Uhr

Vorher war die Identität geheim gehalten worden, In der Vorlage der Uetersener Verwaltung ist nur von Personen mit „langjährigen Erfahrungen im Immobilienbereich“ die Rede.

Die Gemeindevertreter und Bauausschussmitglieder Matthias Strauch und Holger Martinsteg outeten sich als Investoren. Dritter im Bunde ist Hartmut Pieper, der für die CDU auf Platz 9 der Liste zur Kommunalwahl kandidiert. Er verfolgte die Diskussion aus dem Zuschauerraum.

„Altengerecht“ sollen die Wohnungen gestaltet sein, erläuterte Strauch. Es handele sich nicht um Betreutes Wohnen, strich der Christdemokrat heraus. Jeweils drei Wohneinheiten sind im ersten und zweiten Stock sowie zwei im Obergeschoss geplant. Die kleinste hat knapp 65 Quadratmeter, die größte gut 89 Quadratmeter. Pro Wohnung soll ein Parkplatz zur Verfügung gestellt werden.

Martinsteg verwies darauf, dass die Gemeinde eineinhalb Jahre erfolglos nach einem Investor gesucht hat. Die drei Investoren wollen sich jeweils eine Wohnung für ihren Ruhestand sichern. Die restlichen fünf Wohneinheiten sollen verkauft werden. Ist dies nicht möglich, müssen sie vermietet werden.

„Zügig voranschreiten“ wollen die Investoren, sagte Martinsteg, denn sie müssten das Projekt vorfinanzieren. Das Gebäude sollte bereits zum nächste Winter geschlossen sein. Angesäuert reagierte Michael Rahn (Freie Wahlgemeinschaft) darauf, dass seine Fraktion erst während der Ausschusssitzung von der Identität der Drei erfahren hat. Er fühle sich „völlig überfahren“ und hätte sich „mehr Offenheit“ seitens der CDU gewünscht. In der Sache bewertete Rahn die Lösung positiv. „Klasse“ sei es, sagte der FW-Mann, dass drei Hetlinger die Initiative ergriffen hätten.

Zweifel hatte er ob der Größe des Baukörpers neben der Hetlinger Kirche. „Ich hoffe, es gibt keinen Ärger mit St. Gabriel“, so Rahn. Die Diskussion hatte Wilfried Müller vom Kirchengemeinderat verfolgt. Er wollte sich zwar nicht hundertprozentig festlegen, signalisiert jedoch, dass es keine Einwände von den Protestanten geben dürfte. Einstimmig wurden die Pläne der drei Christdemokraten abgesegnet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert