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Zukunft der Volksparteien : CDU: „Merkels Bluthund“ – er bellt, beißt aber nicht

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der „Bluthund von Angela Merkel“ - so bezeichneten ihn Journalisten wegen seiner kompromisslosen Rückendeckung der Bundeskanzlerin – gebärdete sich im Pinneberger Nobel-Hotel „Cap Polonio“ eher als Schoßhündchen. Peter Hintze, ehemaliger CDU-Generalsekretär und jetziger Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und hier zuständig als Koordinator für Luft- und Raumfahrt, war von der Pinneberger CDU-Landtagskandidatin Natalina Boenigk zum Thema „Die Zukunft der Volksparteien“ geladen worden.

Es gebe nur eine einzige Partei, die wisse, was für Schleswig-Holstein gut sei, behauptete die Nachfolgerin im Wahlkreis des an einer persönlichen Affäre gescheiterten Spitzenkandidaten Christian von Boetticher und tauschte mit Peter Hintze artig Komplimente aus.

Trotzdem sich die Parteienlandschaft laufend verändere, bleibe die CDU aus ihrem christlichen Verständnis heraus bei ihrem Grundsatz, die Schwachen zu stärken und verstehe sich schon deshalb als echte Volkspartei. Andere Parteien hingegen versuchten nur, die Schwachen in ihrem Zustand zu bestärken.Innerhalb der CDU werde jede wichtige Frage offen und breit diskutiert, bis die Mitglieder zu einem gemeinsamen Ergebnis gelangen, in dem die Anliegen der CDU wie Menschenwürde und Freiheit mit zum Tragen kommen. Keile gab es von Hintze für die Linke, rein rechtlich gesehen sei sie immer noch die Nachfolge-Partei der SED und deren Vertreter Oskar Lafontaine der größte Fiskal-Scharlatan Deutschlands. Mit der CDU, so wetterte Hintze, werde es keinen Sozialismusversuch auf deutschem Boden geben.In der Protestpartei Die Grünen fahren gut verdienende Mittelstandsbürger mit großvolumigen Autos zu Geschäften, in denen sie sich dann darüber aufregen, dass dort Honig aus Mexico verkauft werde und so lange Transportwege das Klima gefährden.

Die andere Protestpartei, die Piraten, leben nach Hintzes Ansicht „von der Ästhetik des Anders-Seins“. Er bezeichnete das auch als „Ästhetik der Ahnungslosen“. Dass die Piraten in politische Verantwortung kommen, sei ungefähr so, als ob ein Patient eine Blinddarmoperation nicht einem Arzt, sondern einem Menschen überließe, der schon einmal davon gehört habe. Auch die von den Piraten geforderte Freiheit im Internet und bei Raubkopiererei sei schließlich genauso kriminell wie das Ausrauben einer Buchhandlung. Aber, so Hintze, die CDU sei eine freundliche Partei und sie gehe mit den Piraten und deren Anhängen auch freundlich um.

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erstellt am 03.Apr.2012 | 21:33 Uhr

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