Position : CDU lehnt Schützenplatz für KiTa ab

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Die Spitzen des CDU-Ortsverbandes haben sich für einen Pressetermin vor dem Sportplatz der Schwennesen-Schule neben dem Schützenvereinsheim getroffen und für das Foto die Tür zum Gelände geschlossen. Symbolisch wollen sie damit zum Ausdruck bringen: „Kindergarten am Schützenplatz? – ohne uns!“

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20. Juni 2014, 18:25 Uhr

Für den Ortsverbandsvorsitzenden Reinhard Nürnberg und seine beiden Stellvertreter Friedrich Meyer-Hildebrand sowie Henry Braun ist klar: „Der Schießstand des Schützenvereins, die Bogenschützenanlage, der Sportplatz, die in Gutachten aufgezeigten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie die zu erwartenden Baukosten sprechen gegen den Neubau des DRK-Kindergartens auf diesem Gelände.“ In der Sitzung des Bildungsausschusses am Montag, 23. Juni, soll wie berichtet die politische Entscheidung zum Neubau des DRK-Kindergartens beziehungsweise die Sanierung fallen. Die Christdemokraten plädieren für eine Sanierung am bisherigen Standort Friedlandstraße. Die Sozialdemokraten präferieren bislang das Gelände neben dem Schützenheim. Und das bereits seit drei Jahren, als die ersten Planungen vorgestellt wurden. Die Christdemokraten sprachen sich bereits damals für den Standort Friedlandstraße aus und setzen sich für „kurze Wege für kurze Beine“ und Eltern, die zu Fuß ihre Kinder in die Einrichtung an der Friedlandstraße bringen könnten, ein. „Es entsteht nun noch ein Neubaugebiet an der Friedlandstraße, da macht ein Kindergarten in der Nachbarschaft doch Sinn“, betonen Friedrich Meyer-Hildebrand und Henry Braun.

Die Christdemokraten können sich nicht vorstellen, dass die SPD mit ihren Mehrheitsstimmen ein Kindergartengebäude am Schützenplatz beschließt, das aufgrund der Nähe zu einem landwirtschaftlichen Betrieb mit einer zentralen Feinstaubanlage ausgerüstet sein müsste. „Und umgekehrt wäre die Expansion des landwirtschaftlichen Betriebes durch den Kindergarten eingeschränkt“, so Friedrich Meyer-Hildebrand. Den Sportplatz zurückzubauen, nur um den Kindergarten an dem Standort errichten zu wollen, ist für die Christdemokraten ebenso nicht nachvollziehbar. „Es würden zusätzliche Kosten entstehen und Fördermittel müssten zurückgezahlt werden. Auch ein Ausbau der Straße am Schützenplatz wäre notwendig, wenn dort eine KiTa gebaut wird. Und der SPD-Wunsch nach einer Schulmensa im Kindergarten ist in den veranschlagten Kosten noch gar nicht enthalten“, macht Reinhard Nürnberg weitere Nachteile deutlich.

„Die Finanzexperten der SPD haben davor gewarnt, weitere Schulden zu machen und Folgekosten zu bedenken. Wir können nur hoffen, dass sie innerhalb der SPD nicht ungehört bleiben und einen absurden Beschluss entgegen aller Vernunft verhindern“, so die Spitze des CDU-Stadtverbandes.

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