CDU läutet den Wahlkampf ein

Zwölf Direktkandidaten sowie Bürgermeisterkandidat Bernhard Janz (hinten, Dritter von links) treten am 6. Mai für die CDU an.
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Zwölf Direktkandidaten sowie Bürgermeisterkandidat Bernhard Janz (hinten, Dritter von links) treten am 6. Mai für die CDU an.

Tornescher Christdemokraten wählen ihre Kandidaten und hoffen auf ein Ende der SPD-Mehrheit / Diskussion um Platz von Elena Mohr

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27. Februar 2018, 16:05 Uhr

Die Mitglieder des CDU-Ortsverbands haben zwölf Direktkandidaten und ihre Listenbewerber für die Kommunalwahl am 6. Mai gewählt. Mit 31 Kandidaten auf der Liste sind die Christdemokraten zahlenmäßig gut aufgestellt. Bei der Reihenfolge setzte sich die Basis gegen den Vorschlag des Vorstands durch und hob mit Elena Mohr die einzige Frau unter den Top 15 vom vorgesehenen Listenplatz 11 auf Platz 6. Die Kandidatur von CDU-Stadtverbandschef Daniel Kölbl für den Kreistag wurde bestätigt.

„Mit der absoluten Mehrheit der SPD ist es bald vorbei“, läutete Kölbl den Wahlkampf ein. Die Sozialdemokraten, sagte Fraktionsvorsitzender Christopher Radon, hätten Tornesch „nicht gestaltet, sondern verwaltet“. Es gelte nun, die Verkehrsprobleme zu lösen und für einen ausgeglichenen Haushalt zu sorgen.

Kölbl lobte die Zusammensetzung der CDU-Kandidaten mit dem vergleichsweise niedrigen Durchschnittsalter von 43 Jahren. Mit der anstehenden Kommunalwahl steht für die Christdemokraten ein Wechsel der Generationen an. Wenn gewählt, wäre Andreas Quast in seiner vierten Legislaturperiode dienstältester Mandatsträger. Radon bedankte sich bei Kölbl für die aktive und erfolgreiche Mitgliederwerbung der vergangenen Wochen, denn es konnten viele neue Mitstreiter gewonnen und die Zahl der Listenkandidaten auf 31 Personen angehoben werden.

Die zwölf Direktkandidaten wurden von den 21 Stimmberechtigten einstimmig gewählt. Bei der Vergabe der Listenplätze herrschte jedoch Uneinigkeit zwischen Basis und Parteivorstand, denn die erste weibliche Kandidatin war erst auf Platz 11 vorgesehen. Der Vorstandsvorsitzende Kölbl verteidigte den auf der Klausurtagung erarbeiteten Vorschlag, denn Elena Mohr ist erst im Dezember über den Kindergartenalltag zur Lokalpolitik gekommen. Sie auf der Liste weiter nach vorn zu setzen, würde langjährige engagierte Parteimitglieder benachteiligen, so Kölbl. Auch er bedauere, dass so wenig weibliche Bewerber akquiriert werden konnten.


Heitmann stellt seinen Platz zur Verfügung

Ratsherr Howe Heitmann stellte der frisch gebackenen Christdemokratin spontan den für ihn reservierten Platz 6 zur Verfügung. Kölbl schlug stattdessen Justus Schmitt, Kreisvorsitzender der Jungen Union, für diesen Platz vor. Doch bei zwei Enthaltungen setzte sich Mohr mit zwölf zu sieben Stimmen gegen Schmitt durch. Heitmann nimmt nun Listenplatz 11 ein, ansonsten wurde die Kandidatenliste einhellig verabschiedet.

Als Kreistagskandidaten haben die Christdemokraten Kölbl vornominiert, mit 16 Befürwortern bei fünf Gegenstimmen. Der bisherige aus dem Ortsverband stammende Kreistagsabgeordnete Erhard Wasmann (75) tritt aus Altersgründen nicht wieder an. Wasmann kritisierte, dass die CDU eine Senkung der Kreisumlage um einen Prozentpunkt beantragt habe, sich damit aber nicht durchsetzen konnte. Beim Kreis gebe es daher wahrscheinlich einen Haushaltsüberschuss von zwölf Millionen Euro. „In den Gemeinden sind diese Gelder besser aufgehoben“, sagte Kölbl, „denn wir kennen die Bedürfnisse der Menschen vor Ort.“ Auch er will künftig für eine Senkung der Kreisumlage kämpfen und zudem auch auf Kreisebene an der Lösung verkehrspolitischer Probleme mitarbeiten.

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