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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 23:16 Uhr

CDU gegen Neubau des Rathauses

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ankündigung Christdemokraten bringen im Hauptausschuss Antrag zur Rathaus-Sanierung in mehreren Bauabschnitten ein

Nach intensiver Beratung hat sich die Tornescher CDU gegen einen Rathausneubau entschieden. Das teilte Fraktionschef Christopher Radon gestern mit. In der Sitzung des Hauptausschusses am Montag, dem 13. Juni, wollen die Christdemokraten in einem Antrag die Verwaltung bitten, die Planungen für eine Sanierung des Rathauses am Standort Wittstocker Straße voranzutreiben und eine detaillierte Darstellung der zeitlichen Abfolge aller notwendigen Sanierungsarbeiten auszuarbeiten.

Im Mai 2015 hatte die Verwaltung den Politikern dargestellt, dass das Rathaus verschiedenen Vorschriften beispielsweise im Brandschutz und der Arbeitsstättenverordnung nicht mehr entspricht. Auch eine energetische Sanierung sei geboten. Die Politik wünschte die Gegenüberstellung von Sanierungs- und Neubaukosten, denn im Zuge der Ortskerngestaltung wurden insbesondere bei der SPD Stimmen für einen eventuellen Rathausneubau im Ortszentrum laut.

In der Sitzung des Hauptausschusses am 9. Mai wurde den Politikern eine Kostengegenüberstellung vorgelegt. Für eine Sanierung wurden Kosten in Höhe von etwa 2 Millionen Euro genannt, für einen Neubau etwa 6 Millionen Euro. In den Fraktionen sollte dazu eine Beratung erfolgen.


Kosten spielen eine wichtige Rolle


„Die Entscheidung für eine Sanierung wurde innerhalb der CDU-Fraktion in einer Vielzahl von Sitzungen erarbeitet. Die Vor- und Nachteile von Sanierung und Neubau wurden sorgfältig abgewogen. Am Ende hat für uns alles für eine Sanierung gesprochen“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon. Er nennt zum einen die um ein Vielfaches höheren Kosten für einen Neubau und zum anderen die Besetzung einer Fläche in der Innenstadt, die für eine zukünftige Gestaltung des Ortszentrums fehlen würde. „Der Haushalt der Stadt ist ausgereizt und eine Entlastung in den kommenden Jahren nicht erkennbar. Der CDU ist wichtiger, in die Infrastruktur wie Kinderbetreuung, Schulen, Sport und Freizeit sowie soziale oder kulturelle Projekte und in den ÖPNV zu investieren, als in ein teures Verwaltungsgebäude mitten in der Stadt“, macht der CDU-Fraktionsvorsitzende die Entscheidung deutlich.

Die Christdemokraten wollen in der Hauptausschusssitzung am 13. Juni, die um 19 Uhr im Rathaus beginnt, neben ihrem Antrag, die Sanierung des Rathauses voranzubringen, einen Prüfauftrag für die Einrichtung eines Bürgerbüros im Stadtzentrum oder einen mobilen Verwaltungsservice einbringen.

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erstellt am 03.Jun.2016 | 16:30 Uhr

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