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Umzug des Jobcenters : CDU: Ein fataler Schachzug

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach UeNa-Informationen wurde das Grundstück „An der Klosterkoppel“ bereits an das Jobcenter Kreis Pinneberg verkauft. Unweit der Parkpalette soll, wie am Mittwoch berichtet, das neue Leistungszentrum Uetersen-Tornesch entstehen. Der Verkauf bedarf lediglich noch der Zustimmung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses. Und diese Zustimmung möchte die CDU-Fraktion unbedingt verhindern. Nach Worten von Fraktionschef Kai Feuerschütz sinke durch diesen beabsichtigten Grundstücksverkauf (rund 300 Quadratmeter) die Möglichkeit, das Gelände zu überplanen. Auch für die 300 kostenfreien Parkplätze, die SPD, BfB und FDP am Standort erhalten möchten, bedürfe es der gesamten Fläche.

Feuerschütz: „Wenn wir dem SPD-Antrag folgen, zieht Uetersen sich selber die Beine weg. Es wurde als Gegenpol zum Gerberplatz gefordert, die Innenstadt zu stärken und das Areal Parkpalette/Rewe zu überplanen. Nachdem man sich für den Investor mit der vernünftigen Lösung (EMV Elmshorn) nicht entschieden hatte, sprang nach der Anhandgabe der von SPD, FDP und BfB bevorzugte Investor (Ferox) ab, weil er der Sache offensichtlich nicht gewachsen war (Ferox).“ Dass EMV jetzt nicht mehr bereit gewesen sei, als „2. Geige“ ins Gespräch gebracht zu werden, sei „bedauerlich, zugleich aber verständlich“.

Ganz egal, ob man 300 Parkplätze oder geringfügig weniger festsetze: „Schwierig wird es immer, die geforderten Parkplätze mit einer vernünftigen und finanzierbaren Lösung zu vereinen. Es grenzt ja an einen Schildbürgerstreich, jetzt von dieser Fläche einen Teil zu verkaufen und damit eine Lösung für die Parkpalette und Rewe theoretisch unmöglich zu machen“, so der Christdemokrat erboßt.

Das bedeute Stillstand für Uetersen, Gefährdung des Einzelhandels in der Fuzo und mal wieder Rückschritt statt Weitsicht in der SPD. Seine Fraktion fordere verstärktes Bemühen um einen Investor vor allem vor dem Hintergrund der geforderten Unterstützung des Einzelhandels unter Beibehaltung der kostenlosen Parkplätze.

Feuerschütz: „Hier ist auch die Uetersener Wirtschaftsförderung gefragt. Die CDU erwartet, dass die Wirtschaftsförderung sich um bundesweit mögliche Investoren für das besagte Areal bemüht. Das ist einer der wenigen derzeit veränderbaren Gewerbeflächen. Deshalb sollte Meike Koschinski den Focus ihrer Arbeit vor allem auf dieses Gebiet konzentrieren.“

Der insbesondere von der SPD befürwortete Verkauf der städtischen Fläche zur Erweiterung des Jobcenters sei eine schallende Ohrfeige für den Uetersener Einzelhandel und für die ihn tragende IHG, so Feuerschütz.

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erstellt am 17.Mai.2012 | 19:48 Uhr

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