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Jahresversammlung : CDU attackiert die SPD-Mehrheit

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Knapp zwei Jahre nach der Niederlage bei der Kommunalwahl und dem Verlust des Bürgermeisteramtes positioniert sich die CDU neu, vor allem mit heftiger Kritik an der SPD, speziell an Bürgermeister Reinhard Pliquet. Für die Abteilung Attacke zeichnete während der Jahresversammlung im Dörpshus vor allem der Vorsitzende und Ex-Bürgermeister Günther Laudan, sowie die Schriftführerin und Vorgängerin Laudans an der Spitze der Gemeinde, Bärbel Thiemann, verantwortlich.

Moniert wurde etwa, dass der einstmals von der CDU-Bürgermeisterin geschaffene Flyer für Neubürger nicht aktualisiert wurde. Die Gemeinde habe keine vernünftige Internetpräsenz. Der Adventskranz hing im vergangenen Jahr noch im März und wurde erst dann von Bürgern abgenommen.

Eine CDU-Initiative im Sozialausschuss sei abgebügelt worden, sich mehr um die älteren Neuendeicher zu kümmern. Seit dem Ende des DRK liegt diese Arbeit weitgehend brach. Die Verköstigung während der Seniorenweihnachtsfeier sei kostenträchtig von einer Cateringfirma geliefert worden, statt die Damen zu fragen, die früher diese Arbeit geleistet hatten. Diese Aufgabe war damals vom DRK erledigt worden.

Intensiv widmete sich Laudan der Diskussion um die Sanierung der Straße Rosengarten. Die CDU habe Bedenken wegen den Kosten geäußert, die SPD es jedoch durchziehen wollen. Zur Gemeindevertretung habe dann „jemand die ,Rosengärtner’ mobilisiert“, was einen „erstaunlichen Meinungswechsel ausgelöst habe“, sagte der Christdemokrat. Positiv sei, dass die Gemeinde so 300000 Euro eingespart habe.

Es reiche jedoch nicht, die Nachlässigkeiten und Fehler der Mehrheitsfraktion anzuprangern, sagte der Ortsverbandsvorsitzende. CDU-Initiativen müssten entwickelt und vorgetragen sowie Persönlichkeiten nach vorn gebracht werden. Für Laudan steht fest: „Von nix kommt nix.“ Heftige Kritik äußerte er auch an dem Abwasser-Zweckverband Südholstein und seiner Breitband-Tochter. „Die haben uns nach Strich und Faden verschaukelt“, blickte der Konservative auf den misslungenen Versuch zurück, per Glasfaser die Telekommunikation im Dorf zu verbessern.

Während der Jahresversammlung war der gesamte Vorstand neu zu wählen. Bestätigt wurden von den elf anwesenden Christdemokraten der Vorsitzende und die Schriftführerin, sowie die erste Stellvertreterin Hannelore Kops, der zweite Vorsitzende Klaus-Hermann Früchtenicht und der Schatzmeister Axel Teßen.

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erstellt am 03.Apr.2015 | 18:39 Uhr

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