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Kieler Kunsthalle : CAUboys. Kunst und Universität

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Anlässlich des 350-jährigen Bestehens der Christian Albrechts-Universität (CAU) widmet die Kieler Kunsthalle die aktuelle Ausstellung mit dem Titel „CAUboys. Kunst und Universität“ diesem Ereignis.

Es bestehen vielfältige Verbindungen zwischen universitärer Lehre in Kiel und der Kunst. Wenig bekannt ist, dass viele große Namen der klassischen Moderne eng mit der CAU verbunden sind. Christian Rohlfs (1849-1938), Erich Heckel (1883-1970) oder Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), erhielten die Ehrenbürgerwürde der Universität. Emil Nolde (1867-1956) war Ehrendoktor. Aus jüngerer Vergangenheit ist der bedeutende Schweizer Künstler Franz Gertsch (*1930) hinzugekommen. Diese Würdenträger werden in der Ausstellung CAUboys zum Jubiläum besonders geehrt. Ihnen ist eine Präsentation ihrer Werke in jeweils einzelnen Räumen gewidmet. Insgesamt sind es 190 Gemälde und Graphiken der Ehrenbürger und -doktoren. Darunter sind Leihgaben aus der Nolde-Stiftung Seebüll, dem Brücke Museum, Berlin, dem Nachlass Erich Heckels, Hemmenhofen, sowie aus dem Besitz von Franz Gertsch in Rüschegg, die bis zum 11. Oktober am Düsternbooker Weg 1 zu sehen sind.

In einem weiteren Teil der Ausstellung wird das Zeichnen als universitäre Ausbildung vorgestellt. Bereits seit den ersten Jahrzehnten der Gründung der CAU war es „Bestandteil der Wissenschaftlichen Ausbildung.“ Wie auch an anderen Universitäten wurde in Kiel die Bedeutung des Zeichnens für die Lehre anerkannt und von 1705 bis 1904 als „Denken mit der Hand“ in unterschiedlichen Fachbereichen gefördert. Künstler wie Christian Leonhard Wasmuth, Theodor Rehbenitz oder Friedrich Loos unterrichteten die Studenten. Zur 350-jährigen Geschichte der Christian Albrechts-Universität vermittelt die Galerie einen lebendigen Eindruck. 28 Professorenporträts sind zu sehen. Das erste Werk war postum dem Gründungsprofessor, ersten Prokanzler und Dekan, dem Theologen Peter Musäus (1620-1674) zuerkannt. Die biografischen Inschriften zeigen, an welche repräsentative Funktion derjenige in der Ahnenreihe einnahm. Heute gehören –bis zu den letzten Neuzugängen in den 1950 Jahren – insgesamt rund 100 Gemälde der Universitätssammlung zum Bestand der Kunsthalle, die ein eigenständiges Institut der CAU ist. Es ist ein Katalog zur Ausstellun erschienen.

Geöffnet: Di.-So. 10-18 Uhr. Mi. 10-20Uhr. Eintritt:  7 erm. 4 Euro. Führungen: Mi. um 18 Uhr und So. 11.30 /16 Uhr. -

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erstellt am 01.Apr.2015 | 20:09 Uhr

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