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Antrag der Jungen Union : Busverkehr auf den Prüfstand stellen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Taktung der Schulbusse am Ludwig-Meyn-Gymnasium stellt Philipp Henningsen nicht zufrieden. „Ein Lehrer muss nur einmal überziehen, und dann kriegst du deinen Bus nicht mehr“, sagte der Schülersprecher während der Jahreshauptversammlung der Jungen Union (JU) Tornesch-Uetersen.

Für die Christdemokraten stellt das nicht das einzige Problem des öffentlichen Nahverkehrs im Raum Tornesch und Uetersen dar. „Viele Kriterien, an die der Busverkehr abgestimmt werden muss, haben sich in den letzten Jahren gewandelt“, sagte der Vorsitzende Daniel Kölbl. Es entstanden Neubaugebiete, in Uetersen etwa an der Pastor-Boldt-Straße, in Tornesch am Schilfweg („Tornesch am See“) und zurzeit an der Friedlandstraße. Die Industriegebiete sind gewachsen. Das Torneum bildet einen neuen Anziehungspunkt für Besucher. Für die JU ist es „die logische Schlussfolgerung, dass bei veränderten Rahmenbedingungen der Busverkehr angepasst werden muss.“

So formulieren es die Christdemokraten in einem Antrag, mit dem sie die Verwaltungen und politischen Vertreter der Städte Uetersen und Tornesch sowie des Kreises Pinneberg auffordern, den Busverkehr in der Region „kritisch auf den Prüfstand zu stellen“. Kölbl betonte: „Wir fordern nicht mehr Busse auf der Straße.“ Es gehe zunächst bloß um eine Überprüfung. „Dabei kann auch herauskommen, dass man nur zwei Haltestellen versetzt“, sagte der Vorsitzende. Die JU und die Seniorenbeiräte der beiden Städte haben bereits Verbesserungsvorschläge zusammengetragen: Der Busverkehr müsste auf die neuen Wohn- und Industriegebiete erweitert werden. Die Taktung müsste besser auf die Unterrichtszeiten und Bahnhalte abgestimmt werden. Am Wochenende seien mehr Verbindungen in den Abend- und Nachtstunden nötig. Zu Stoßzeiten wäre eine Direktverbindung zwischen Tornesch und Uetersen wünschenswert. Die Einführung eines Busses auf Abruf mit variabler Streckenführung käme Menschen entgegen, die in Randgebieten leben oder zu Uhrzeiten mit ansonsten geringer Nachfrage fahren wollen.

Zugleich räumt die JU ein, dass einzelne Verbesserungsvorschläge nur bedingt sinnvoll sind, wenn sich dadurch Fahrzeiten verlängern und Anschlüsse nicht mehr erreicht werden. Wichtig sei in erster Linie eine ganzheitliche Überprüfung.

Letztlich erwartet die JU davon viele Vorteile: Ist der Busverkehr stärker an den Bedarf angepasst, wird die Auslastung steigen. Die Ausgaben der Städte für den Busverkehr werden effektiver angelegt. Der Verkehr wird entlastet, die Umwelt geschont. Eine bessere Anbindung der Industriegebiete werte Tornesch als Wirtschaftsstandort auf.

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erstellt am 02.Aug.2015 | 19:43 Uhr

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