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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 23:48 Uhr

Ziel : Busanbindung weiter im Blick

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Erneut beschäftigten sich die Mitglieder des Umweltausschusses mit dem Thema Busverkehr zum Gewerbegebiet Oha. Sie hatten bereits im Frühjahr die Verwaltung beauftragt, Gespräche mit dem Kreis und der Südholsteinischen Verkehrsservice-Gesellschaft (SVG) zu führen, um die Erreichbarkeit des Gewerbegebietes Tornesch-Oha über die Buslinie 185 zu verbessern und prüfen zu lassen, ob diese Linie nicht bis zum Tornescher Bahnhof inklusive Anbindung des Gewerbegebietes am Lindenweg/Großer Moorweg möglich wäre.

Die Stadt hatte sich an der Finanzierung des sogenannten „Medac-Busses“ (Verlängerung der Buslinie 185 von seiner eigentlichen Endhaltestelle in Kummerfeld bis ins Gewerbegebiet Oha) seit mehreren Jahren mit 65000 Euro im Jahr beteiligt, um Arbeitnehmern im Gewerbegebiet die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen. Eine Auslastung der Linie erfolgte jedoch kaum.

„Ob eine Verdichtung des Angebotes zu einer besseren Auslastung führen kann, ist zu bezweifeln. Auch eine Verlängerung der Linie 185 bis zum  Bahnhof und zum Gewerbegebiet am Großen Moorweg verspricht keine signifikant bessere Auslastung, da der Bus nicht zu Zeiten von Zughalten den Bahnhof erreichen würde. Kaum ein Mitarbeiter von HellermannTyton würde am Bahnhof mehr als zehn Minuten auf die Abfahrt des Busses warten wollen“, machte Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses deutlich.

Er informierte die Politiker, dass erste Fahrplananalysen der SVG die Aufstellung einer neuen Buslinie attraktiver als eine weitere Verlängerung der Linie 185 sehen würden. Die alte Schulbuslinie 6668 nach Ellerhoop könnte in eine neue Linie mit Halten am Großen Moorweg und im Gewerbegebiet Oha umgewandelt werden, teilte Rainer Lutz das Ergebnis von  Gesprächen mit der SVG mit. Die Zuständigkeit für die Bestellung und die Bezahlung des ÖPNV liegt beim Kreis.

Doch es könnte sein, dass Tornesch, wie auch bereits beim „Medac-Bus“, finanziell mit ins Boot muss, um eine Verbesserung der Anbindung seiner Gewerbegebiete zu erreichen. Sollte eine neue Linie vom Bahnhof über den Großen Moorweg bis zum Gewerbegebiet Oha und nach Ellerhoop mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 kommen, dann würde der „Medac-Bus“ allerdings wegfallen.

Der Fachbereich Umwelt hat nun für den Haushalt 2016 nicht nur die 65000 Euro für den „Medac-Bus“, sondern vorsorglich 35000 Euro mehr angemeldet. Doch die Politiker waren sich einig, dass eine weitere finanzielle Beteiligung der Stadt nicht das Ziel ist. „Der Kreis muss für die Finanzierung in die Pflicht genommen werden“, waren sie sich einig.

Stimmen aus dem Ausschuss / Nur im Notfall finanzielle beteiligung der Stadt

Der SPD-Umweltpolitiker Steffen Kretschmer regte zum Thema Busverkehr zum Gwerbegebeit Oha an, dass die Verwaltung eine mögliche Förderung über die AktivRegion prüfen sollte und führte als Beispiel den geplanten Nachtbus in der Marsch an. Seine Parteikollegin Dr. Susanne Dohrn erinnerte daran, dass im Hotel Kröger’s Gasthof minderjährige unbegleitete Flüchtlinge durch den Kreis untergebracht und betreut werden. „Vielleicht wäre dies ein weiteres Argument gegenüber dem Kreis für eine neue Buslinie vom Bahnhof nach Oha auch mit Halt an der Ahrenloher Straße“, so die SPD-Politikerin.

Der CDU-Mann Friedrich Meyer-Hildebrand plädierte für die Erstellung eines Buskonzeptes, das Uetersen und Tornesch einschließt. Die Linie vom Bahnhof nach Oha könnte auch zum Uetersener Buttermarkt im direkten Weg verlängert werden, so Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz. „Allerdings, Uetersen zahlt ganz alleine für die Linen 61/62 Uetersen-Tornesch. Wir zahlen nichts dafür. Spätestens dann würden wir mit ins Boot geholt“, machte er deutlich.

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erstellt am 25.Nov.2015 | 19:52 Uhr

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