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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 17:26 Uhr

Fußball : Burgfrieden dank Bürgermeisterin

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Der ist ja ungefähr so groß wie ein Wasserball“, sagte Lutz Schölermann, als er am gestrigen Montagabend Hand anlegte – und zwar an einen Fußball. Der Vorsitzende des TSV Uetersen, der besonders der Schwimmabteilung seines Vereins zugetan ist, griff zusammen mit Bernd Enderle, dem 1. Vorsitzenden von Rasensport Uetersen, und der Uetersener Bürgermeisterin Andrea Hansen an einen Fußball. Zu der Einigkeit, die auf dem von dieser Szene gemachten Foto demonstriert wird, kamen die beiden Vereinsvorsitzenden zuvor auch schon in einem von Hansen vermittelten Gespräch.

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2016 | 20:28 Uhr

Dass Schölermann und Enderle trotz einiger Differenzen, die es in der Vergangenheit gab, nicht aneinander Hand anlegten, stellte Hansen erleichtert fest: „Ich hatte befürchtet, dass es schwer werden würde ‒ aber sie sind sich nicht mit Boxhandschuhen begegnet, sondern haben erklärt, dass sie eine gute Lösung für Uetersen finden wollen und werden!“ Genau darauf zielte Hansens Initiative ab: „In den letzten Wochen ist dem Fußball in unserer Stadt leider eine große Störung widerfahren ‒ deshalb haben wir drei uns nun zusammengesetzt und über die Zukunft geredet.“

Hansen räumte ein, dass das Ergebnis des Sechs-Augen-Gespräches „nicht der große Wurf“ gewesen sei, stellte aber klar: „Das war auch nicht zu erwarten!“ Bei einem Verein, der eine so lange Geschichte wie der TSV habe, könne es auch einmal „einige unschöne Wochen und Monate geben“, fügte Hansen hinzu ‒ verbunden mit der „Hoffnung, dass in der Zukunft alles besser wird.“ Auf Nachfrage, was für sie denn ein „großer Wurf“ gewesen wäre, entgegnete Hansen: „Ich hätte es begrüßt, wenn es gar nicht erst dazu gekommen wäre, dass der TSV seine drei Herren-Fußball-Mannschaften allesamt vom Spielbetrieb abmelden muss!“ Zur Erinnerung: Der TSV-Gesamtvorstand hatte am 9. März die Mitglieder des bisherigen TSV-Fußball-Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen und Peter Ehlers sowie Michael Schippmann, Trainer der 1. und 3. Herren, entlassen. Da der Gesamtvorstand keine Nachfolger präsentierte, erklärten die Spieler der drei Herren-Teams und inzwischen auch die der Supersenioren, nicht mehr für den TSV spielen zu wollen. Diesbezüglich ist das Kind also in den Brunnen gefallen ‒ der von Hansen vermittelte Burgfrieden könnte aber für die Zukunft sehr wertvoll sein: „Wir wollen jetzt nach vorne blicken“, sagte die Bürgermeisterin. In der kommenden Saison werden die Rasensport-Teams, das steht nun fest, ihre Übungseinheiten und Heimspiele im Rosenstadion sowie auf den danebenliegenden Plätzen an der Jahnstraße austragen. Zu klären ist noch, welche Mannschaft wann trainiert sowie spielt und was Rasensport für die Nutzung der Plätze und des Kabinentraktes an den TSV, der für die Pflege der Sportplätze und Räumlichkeiten vertraglich zuständig ist, zu zahlen hat. „Da werden wir aber keine utopischen Summen verlangen“, versprach Schölermann, der Rasensport die Nutzung faktisch hätte verbieten können ‒ denn der TSV hat mit der Stadt Uetersen einen Vertrag für die exklusive Nutzung der städtischen Sportanlage.

Enderle, der für den im vergangenen Jahr gegründeten Verein Rasensport nun keine Heimspielstätte in einem Exil suchen muss, und Schölermann setzen sich Mitte April zusammen, um die besagten Punkte zu klären. Wohl ohne die Bürgermeisterin als Moderatorin ‒ und sicher ohne Boxhandschuhe ...

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