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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 14:04 Uhr

Plakataktion : „Bunt statt Blau“ zeigt Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Jeder, der mitmacht, hat schon gewonnen“, sagt Landrat Oliver Stolz. Er ist Unterstützer der Kampagne „Bunt statt Blau“, die die DAK in Kooperation mit der Suchtberatung Pinneberg und unter der Schirmherrschaft von Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kristin Alheit initiiert. „Es geht nicht darum, den ersten Preis zu gewinnen, sondern um das Bewusstmachen, den Umgang mit und die Konsequenzen von Alkohol“, ergänzte er.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 19:07 Uhr

„Wir engagieren uns als Kreis im Bereich Jugendarbeit - insbesondere da, wo es nicht von selbst läuft. Die Suchtprävention steht auf der politischen Agenda freiwilliger Leistungen“, sagte Stolz. Noch bis zum 31. März können sich Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Pinneberg an der diesjährigen Aktion, die erneut das Komasaufen von Kindern und Jugendlichen thematisiert und die sich die Bekämpfung zum Ziel gesetzt hat, beteiligen. Die Teilnehmer sind aufgerufen, kreativ zu werden und mit Buntstift, Pinsel, Fotoapparat oder Computergrafik ein Poster zu gestalten und so zum Botschafter gegen das Rauschtrinken zu werden.

Im Servicezentrum der DAK-Gesundheit in Pinneberg stellte DAK-Chef Thomas Ehlert die aktuelle Kampagne und die Ergebnisse der jüngsten, in Zusammenarbeit mit der Leuphania-Universität Lüneburg erstellten Studie vor.

Demnach landeten im Kreis Pinneberg im Jahr 2013 weniger jugendliche Komasäufer in einer Klinik. Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit waren es 66 Kinder und Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2012 um 17,5 Prozent. In den vergangenen Jahren gab es jedoch immer noch eine Steigerung von 153,8 Prozent. Besonderen Anlass zur Sorge bereitet der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen.

In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen mussten in der Region vier Kinder in einer Klinik behandelt werden. „Es ist erfreulich, dass sich bundesweit beim Rauschtrinken eine erste Trendwende abzeichnet. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig bestätigt“, so Ehlert.

„Ich denke, dass die Kampagne Erfolge zeigt“, sagte Stefan Albrecht von der Suchtberatung Pinneberg. Dass die Fallzahlen im Kreis Pinneberg gesunken sind, führt er auf die geleistete Präventionsarbeit zurück.

Nico Voß und Kerstin Timm von der Rosenstadtschule Uetersen sind die Landessieger 2014. Ihr Plakat ist 2015 zusammen mit weiteren gelungenen Entwürfen als Wanderausstellung in ganz Schleswig-Holstein unterwegs. Alle Schulen im Kreis sind erneut angeschrieben worden. Mitmachen können auch Teams oder Einzelkünstler im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die Teilnahme lohnt sich. Es winken Geld- und Sachpreise. Wer Interesse hat und mitmachen möchte, kann sich unter www.dak.de/buntstattblau informieren.

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