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Vom Bund alleine gelassen : Bundesgrünen-Politikerin Valerie Wilms und Bürgermeister Krügel äußern sich zum dritten Gleis

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn die Länder sich um die Schiene kümmern sollen, dann sollten sie auch die notwendigen finanziellen Mittel dafür bekommen, betonte Valerie Wilms.

Uetersen | Im Mittelpunkt des Gedankenaustausches, zu dem sich die Kreis Pinnebeger Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen Valerie Wilms und Bürgermeister Roland Krügel (CDU) trafen, stand der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans. Beide Seiten brachten ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass das dritte Gleis auf der Bahnstrecke von Hamburg nach Elmshorn darin nicht vorgesehen, dafür aber der Ausbau der A23 in den vordringlichen Bedarf aufgenommen worden ist.

„Das dritte Gleis ist auf die ganz lange Bank geschoben worden. Es wird einfach argumentiert, Schiene habe regionale Verkehrsbedeutung und muss vom Land finanziert werden. Dafür wird die Engpassbeseitigung auf der A23 als vordringlich gesehen, nur weil man auch in Berlin die Staumeldungen hört, ohne genauer zu hinterfragen. Auf diesem Niveau wird Verkehrspolitik gemacht“, kritisierte die Politikerin den von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgestellten Bundesverkehrswegeplan, der bis 2030 bundesweit die Infrastruktur zukunftsfähig machen soll und für dessen Realisierung 260 Millionen Euro vorgesehen sind.

Wenn die Länder sich um die Schiene kümmern sollen, dann sollten sie auch die notwendigen finanziellen Mittel dafür bekommen, betonte Valerie Wilms. Dass das dritte Gleis nicht beachtet wird, sei bitter für die wachsende Stadt Tornesch, stellte sie fest und bezeichnete den Bundesverkehrswegeplan allgemein als „Wünsch-dir-was-Liste“. Ihre Fraktion hatte angeregt, den Bundesverkehrswegeplan zu einem Bundesnetzplan weiter zu entwickeln. Denn für die Grünen zählt die Wirkung der Vorhaben auf das gesamte Netz auch im europäischen Kontext. Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bundesverkehrswegeplan ist abgeschlossen, im Herbst wird darüber debattiert. Als Mitglied und Obfrau im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur will Valerie Wilms die Interessen ihrer Heimatregion in den Fokus bringen. Auch Bürgermeister Roland Krügel und die Interessengemeinschaft „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ haben ihre Forderung nach einem dritten Gleis nach Berlin geschickt.

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erstellt am 28.Jun.2016 | 16:15 Uhr

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