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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 18:05 Uhr

„Bullerbü“: Bauausschuss lehnt ab

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Enttäuscht und mit Unverständnis hat Bürgermeisterin und Vorsitzende des Vereins Tourismus in der Marsch (TiM), Bärbel Thiemann, auf die Entscheidung des Neuendeicher Bauausschusses reagiert, den Bau von fünf Ferienhäusern in der Gemeinde nicht zu genehmigen. Jetzt konzentrieren sich die Hoffnungen des Projektträgers auf die Gemeindevertretung als letzte Entscheidungsinstanz.

Ende März hatte der Neuendeicher Niels Kuschka das Projekt unter dem Arbeitstitel „Bullerbü in Schlickburg“ öffentlich vorgestellt. Er plant auf seinem 5000 Quadratmeter großen Grundstück eine aus fünf Holzhäusern bestehende Ferienhaussiedlung. Die „Schwedenhäuser“ soll ein renommiertes nordfriesisches Unternehmen erstellen. Kuschka möchte die Immobilien anschließend an solvente Naherholungssuchende verkaufen (UeNa berichteten). Nun sieht es so aus, als könnte die Idee gestorben sein, bevor sie richtig geboren wurde.

Gegenüber unserer Zeitung begründete Ausschussvorsitzender Klaus Hermann Früchtenicht (CDU) die Entscheidung mit der Angst vor Beschwerden der zukünftigen Benutzer. Weil Kuschkas Grundstück an die Plantagen eines Neuendeicher Obstbauern grenzt und dieser darauf angewiesen sei, bei jeder günstigen Wetterlage Schädlinge an den Bäumen zu bekämpfen, rechnen die Bauausschussmitglieder nach Früchtenichts Aussage mit Dauerstreit. Bärbel Thiemann versteht diese Befürchtungen nicht.

Die landwirtschaftliche Nutzung der angrenzenden Fläche müsse akzeptiert werden, Probleme seien gegebenenfalls privatrechtlich zu lösen und nicht Sache der Gemeinde. „Dieses Projekt würde für die Gemeinde einen deutlichen Imagegewinn bedeuten und sie weithin bekannt machen“, sagte die Christdemokratin.

Mit ihrer Einschätzung steht die Bürgermeisterin keineswegs allein. Auch der Kreis Pinneberg sieht die Gemeinde im Streitfall nicht gefordert. Aus einem Aktenvermerk nach einem Informationsgespräch mit einem Mitarbeiter des Fachdienstes Bauordnung geht außerdem hervor, dass es Chancen gibt, das Projekt zu realisieren, obwohl die vorgesehene Fläche im Außenbereich liegt und dort nur landwirtschaftliche Gebäude errichtet werden dürfen. Voraussetzung wäre eine Änderung der Außenbereichssatzung.

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erstellt am 29.Mai.2011 | 19:01 Uhr

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