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Glückwünsche : Bürgermeister seit 30 Jahren im Amt

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zur jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses hatten die Fraktionsspitzen von CDU und SPD Blumen und Präsente mitgebracht. Die Kommunalpolitiker hatten nicht vergessen, dass Roland Krügel am 1. Februar vor 30 Jahren Tornescher Bürgermeister wurde. Und so übergab der Vorsitzende des Bauausschusses Henry Stümer (CDU) nach der Eröffnung der Ausschuss-Sitzung seinem Fraktionsvorsitzenden und Zweiten Stellvertretenden Bürgermeister Christopher Radon das Wort.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 20:04 Uhr

Die Gratulation für Bürgermeister Roland Krügel zum Dienstjubiläum fiel kurz, aber herzlich aus. Auch die Fraktionsvorsitzende der SPD Verena Fischer-Neumann schloss sich an. Als sich der Christdemokrat Roland Krügel 1986 als 33-jähriger Verwaltungsexperte vom Amt Molfsee kommend in Tornesch um die Bürgermeisterstelle der Gemeinde bewarb, schlug ihm in der Gemeindevertretung zum Teil Ablehnung entgegen. Seine Wahl musste sogar wiederholt werden, weil ein Gemeindevertreter nicht den vorgeschriebenen Stift für den Wahlzettel benutzt hatte.

Die damalige Tornescher Gemeindevertretung gab Roland Krügel ein Mandat für zwölf Jahre. Wenige Monate zuvor hatte der dann jüngste hauptamtliche Bürgermeister Schleswig-Holsteins noch nicht einmal genau gewusst, wo Tornesch liegt.

Sehr begeistert sei er nicht von dem Dorf mit einer Bahnlinie mitten durch den Ort gewesen, erzählte er einmal. Aus dem Dorf hat Roland Krügel, der mit seiner Familie schnell heimisch wurde, dann gemeinsam mit den Kommunalpolitikern knapp 20 Jahre später eine Stadt mit Vorbildcharakter gemacht, in der es sich familienfreundlich leben lässt und in der sich Unternehmen angesiedelt haben, die weltweit agieren und erfolgreich sind.

Dreimal bestätigten die Tornescherinnen und Tornescher Roland Krügel in direkter Wahl im Amt des Bürgermeisters. Seine Amtszeit endet 2018. „König Krügel“ nennen ihn seine Kritiker und auch diejenigen scherzhaft, die sein Vordenken, seinen Sachverstand und seine Entscheidungsfreude verstehen, ihn aber manchmal bremsen müssen. Denn nicht nur die Wirtschaftsförderung hatte der Bürgermeister zur Chefsache gemacht. Gerne hätte Roland Krügel die Fusion mit der Nachbarstadt Uetersen während seiner Amtszeit erlebt und zählte immer wieder Vorteile auf.

Doch sein „Königreich“ folgte nicht, wollte sich lieber eigenständig weiter entwickeln. Und die Politik schaut ihm auf die Finger, um „Alleingänge“ bei Entscheidungen zu vermeiden. „Tornesch lebenswert und erfolgreich zu machen und die Verwaltung so zu prägen, dass sie versteht, hilft und bereit ist, auch unkonventionelle Wege zu beschreiten, war und ist mein Ziel“, betont Roland Krügel.

Und wer Tornesch im Jahr 2016 mit seinen fast 13000 Einwohnern mit dem Dorf Tornesch von 1986 vergleicht, der stellt fest, dass Roland Krügel in seiner 30-jährigen Amtszeit gemeinsam mit seinen Verwaltungsmitarbeitern und den politischen Gremien viel erreicht hat.

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