Miniermotte : Bürgerliche Hilfe

Inwieweit weißblühende Rosskastanien das Auge in Zukunft noch erfreuen können, hängt mit davon ab, ob es gelingt, die explosionsartige Ausbreitung der Kastanienminiermotte zu stoppen. In Uetersen geht man diesbezüglich verschiedene Wege. In der Vergangenheit wurde das im Herbst gefallene Laub eingesammelt und zur Kompostierung nach Tornesch-Ahrenlohe gebracht. Zudem wurden mehrere Lockstofffallen in die Äste der betroffenen Bäume gehängt. Allerdings nicht flächendeckend.

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03. April 2013, 21:23 Uhr

Und genau dieser Umstand war es, der Dieter Schipler (SPD), Vorsitzender des Umweltausschusses, zur Überlegung brachte, das bürgerliche Engagement in der Sache zu testen. Würden sie sich beteiligen am Kampf der Miniermotte?

Veröffentlichungen in den UeNa bewirkten, dass Schipler 150 Euro Spendengelder entgegennehmen konnte. Weitere 70 Euro spendierte der SPD-Ortsverein, sodass nun acht Fallen nebst Lockstoff- und Konservierungsmittel gekauft werden konnten. Von Mitarbeitern des Baubetriebshofes werden sie demnächst zielgenau angebracht. Dankbar ist Schipler Margot Heiderich und Familie Koch aus Heist sowie Jutta Rosen aus Uetersen. Die Spender lieben die großen Bäume. Ihnen war es ein Herzensbedürfnis, im Kampf gegen den Schädling, der die Bäume in ihrer Widerstandskraft unter anderem gegen Pilze schwächt, einen persönlichen Beitrag zu leisten.

Die Laubsammelaktion ist im vergangenen Jahr ausgefallen. Dieter Schipler will sich dafür einsetzen, dass sie in diesem Herbst wieder durchgeführt wird. Da weitere Lockstofffallen benötigt werden, nimmt der Umweltausschussvorsitzende auch weitere Spenden entgegen. Das Projekt erläutert er gerne telefonisch unter 04122/7935.

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