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Info-Veranstaltung : Bürgerkritik am Flächennutzungsplan

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der neue Flächennutzungsplan ist nicht nur in der Gemeindevertretung umstritten. Auch Bürger fanden während einer Informationsveranstaltung im „Hetlinger Treff“ Kritikwürdiges.

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erstellt am 20.Aug.2013 | 18:29 Uhr

Nur 18 Interessierte waren zur Versammlung gekommen, im wesentliche Aktive von CDU und Freier Wahlgemeinschaft. Die Gemeinde hatte einzig über zwei Mitteilungskästen über die Veranstaltung informiert. Einladungen, etwa an Politiker oder Vereinsvertreter gab es ebenso wenig wie eine Eintragung ins Ratsinformationssystem der Stadt Uetersen.

Der Planer Michael Schöne vom Büro Hass aus Rellingen stellte den Flächennutzungsplan vor. Uetersens Stadtplaner Henning Trepkau übernahm die anschließende Moderation. Kritisiert wurde von Bürgern, dass ein Teil des Sportplatzes als Baugebiet ausgewiesen werden soll. Er müsse im Dorfzentrum erhalten bleiben, weil er dort hingehöre.

Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) hielt dem entgegen, dass mit dem neuen F-Plan nur die Möglichkeit einer Verlegung geschaffen werde. Außerdem habe Hetlingen dafür zur Zeit überhaupt nicht die finanziellen Mittel.

Als neuer Standort für den Sportplatz ist eine 6,5-Hektar-Fläche an der Holmer Straße ausgeguckt worden. Eine Bürgerin empfand dies als überdimensioniert. Dem hielt die Bürgermeisterin das Anforderungsprofil des Hetlinger MTV entgegen, der ein Rasen- und ein Trainingsplatz sowie drei Tennisfelder für notwendig erachtet.

Mit dem neuen Sportplatz sowie Misch- und Gewerbegebiet an der Holmer Straße plus den neuen Baugebieten am Ortsausgang Richtung Haseldorf werde die Kommune unnötig in die Länge gezogen, monierte eine Bürgerin.

Einen weiteren Aspekt brachte eine andere Bürgerin ins Gespräch. Hetlingen sei schon jetzt nicht in der Lage, seine Flächen anständig zu pflegen. Wie werde es erst, wenn noch mehr Gebiete hinzu kämen, fragte sie. Dem antwortete die Bürgermeisterin, dass die Pflege Sache der Eigentümer werde und um den Sportplatz müsste sich der Hetlinger MTV kümmern.

Grundsätzlich wurde der Bedarf für ein Misch- und ein Gewerbegebiet an der Holmer Straße mit einer jeweiligen Größe von einem Hektar angezweifelt. Auch alle, von den Planern ausgewiesenen potenziellen Baugebiete seien nicht nötig. Barbara Ostmeier entgegnete, dass die Gemeindevertretung, nach Bedarf über die Flächen entscheiden werde.

Fachleute treffen auf Bürger

Nicht immer ganz einfach haben sich die Diskussionen zwischen Planern und Bürgern über den neuen Hetlinger Flächennutzungsplan gestaltet. So zog sich ein Disput über Veränderungen links und rechts der Holmer Straße hin. Während auf der einen Seite die Nutzungen mit einem Wohngebiet eingeschränkt werden, sieht der neue Plan auf der anderen Seite eine Ausweitung im Rahmen eines Mischgebietes vor.

„Wir verstehen es nicht“, sagte eine Hetlingerin schließlich. Der Uetersener Stadtplaner Henning Trepkau antwortete: „War mir klar.“

Noch bis zum 30. August liegen die Planungsunterlagen im Bürgerbüro Haseldorfer Marsch aus. Bürger können schriftlich Einwände machen. Die muss die Gemeindevertretung abwägen, was sie wohl kurz vor Weihnachten tun wird. Es fehlt dann nur noch die Genehmigung aus Kiel.

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