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Dorfbahnhof? nein Danke! : Bürgerinitiative setzt sich für das dritte Bahngleis in Tornesch ein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Bürgerinitiative wartet auf eine Antwort und Gesprächssignale aus dem Bundesverkehrsministerium.

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2016 | 16:36 Uhr

Tornesch | Noch immer warten die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ auf eine Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium. Sie sind verärgert darüber, dass auf ihre Bitte um ein Gespräch zur Aufnahme des dreigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Hamburg-Elmshorn in den vorrangigen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 nicht reagierte wurde.

Anfang Mai hatte Gisela Hüllmann, Sprecherin der Bürgerinitiative, im Auftrag der Mitglieder an den CDU-Bundestagsabgeordneten Enak Ferleman, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, auf dem Postweg und als Mail ein Schreiben gesandt, in dem die Notwendigkeit eines dritten Gleises für die Strecke Hamburg-Elmshorn begründet und Enak Ferlemann um einen Gesprächstermin gebeten wurde. „Angeblich ist weder der Brief noch die Mail angekommen, so dass wir am 24. Mai nochmals das Schreiben auf den Weg gebracht haben. Auf Nachfrage wurde mir am Telefon vor 14 Tagen mitgeteilt, dass unser Schreiben beantwortet und auf dem Weg zu uns sei und Enak Ferlemann keinen Gesprächsbedarf sehe. Wir sehen allerdings Gesprächsbedarf und Post aus Berlin ist auch noch nicht eingetroffen“, berichtet Gisela Hüllmann.

Ihre Bürgerinitiative hatte 13.000 Unterschriften für eine bessere Bahnanbindung gesammelt, sie Anfang 2015 an den Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) übergeben und zum Fahrplanwechsel 2015/2016 mehr Zughalte am Tornescher Bahnhof vor allem in den Hauptverkehrszeiten erreicht. In ihrem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium haben die BI-Mitglieder darauf hingewiesen, dass ein Streckenausbau dringend notwendig ist, um eine weitere Takterhöhung zu erreichen und den Pendlerströmen, die die Bahn in der Region und der wachsenden Stadt Tornesch auf der Strecke Hamburg-Elmshorn nutzen, gerecht zu werden. „Statt die A23 auszubauen, wäre es doch sinnvoller, effizienter und ökologischer, das Bahnangebot auszubauen. Wir würden Enak Ferlemann gerne zeigen, wie voll die Züge hier sind oder es ihm in Berlin noch vor der Sommerpause berichten“, betont Gisela Hüllmann. Auch Erhard Wasmann, Mitglied der Bürgerinitiative und CDU-Kreistagsabgeordneter, hatte Staatssekretär Ferlemann am 21. April geschrieben und in seiner Mail betont, dass nur ein drittes Gleis nachhaltig eine gute Bahnanbindung der Region Elmshorn/Pinneberg an Hamburg sicherstelle. „Ein Ausbau der S4-West würde etwa 100 Millionen Euro kosten. Ein Ausbau der S4-Ost, der erfolgen soll, wird Kosten in Höhe von etwa 1 Milliarde Euro verursachen. Für die Bürger in unserer Region ist nicht nachvollziehbar, dass der Streckenausbau hier nicht wirtschaftlich sein soll. Die Region wächst, man muss hier endlich was in Gang bekommen“, so Erhard Wasmann.

Die Bürgerinitiative will weiter Druck machen und im Engagement für eine bessere Bahnanbindung nicht nachlassen. „Wir fühlen uns den 13  000 Unterschriftengebern verpflichtet und allen, die nicht mit dem Auto pendeln wollen und umweltbewusst denken“, betont Gisela Hüllmann.

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