Nahverkehr : Bürgerinitiative kämpft weiter für die Pendler

Kein Dauerzustand: Am Montag hielten die Züge der Linie RE 70 auch in Tornesch, aber nur weil andere Verbindungen ausfielen.
Kein Dauerzustand: Am Montag hielten die Züge der Linie RE 70 auch in Tornesch, aber nur weil andere Verbindungen ausfielen.

Mitglieder der Bürgerinitiative „Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ nehmen den Bahnhof Altona-Nord ins Visier.

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25. Oktober 2017, 13:00 Uhr

tornesch | Es war ein Bild, an das sich die Bahn-Pendler in der Region gerne gewöhnen würden. Im Stundentakt hielten am Tornescher Bahnhof am Montag die Doppelstockzüge der Linie RE 70 von Kiel nach Hamburg. Ein Dauerzustand wird dies allerdings nicht. Denn die Bahnen dienten lediglich als Ersatz für die zahlreichen Zugausfälle, die es wegen Bauarbeiten an den Schienen in Elmshorn gegeben hatte. Die Bürgerinitiative (BI) „Tornesch − Dorfbahnhof? Nein Danke! Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ hat derweil deutlich gemacht, dass sie sich weiterhin für Verbesserungen im Bahnverkehr einsetzt.

Ein T-Shirt dient den BI-Vertretern um die Sprecher Gisela Hüllmann und Erhard Wasmann als sichtbares Zeichen dafür, dass auch Politiker und Verwaltungsmitarbeiter aus der Region hinter ihren Forderungen stehen. Auf dem Hemd sind zahlreiche Unterschriften zu finden, die Hüllmann und ihre Mitstreiter Anfang September während der ersten Fahrt des sogenannten „Hüllmann-Expresses“ gesammelt hatten. Ob Torneschs Bürgermeister Roland Krügel (CDU), dessen Uetersener Amtskollegin Andrea Hansen (SPD), die Bundestagsmitglieder Ernst Dieter Rossmann (SPD) und Michael von Abercron (CDU) sowie Landtagsmitglied Barbara Ostmeier (CDU) − alle haben sich auf dem T-Shirt verewigt. Zu sehen ist es seit Kurzem im Schaufenster der Bäckerei Pein an der Pinneberger Straße. Inhaber Olaf Pein hatte für die Veranstaltung zur Feier des 7.20-Uhr-Zuges am 4. September zahlreiche Kuchen zur Verfügung gestellt.

Bäckerei-Inhaber Olaf Pein und die Bäckereifachangestellte Ricarda Karp präsentieren gemeinsam mit Mitgliedern der Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke! Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ das T-Shirt, auf dem zahlreiche Politiker aus der Region unterschrieben haben, um ihre Unterstützung für die Ziele der BI zu verdeutlichen.
Philipp Dickersbach
Bäckerei-Inhaber Olaf Pein und die Bäckereifachangestellte Ricarda Karp präsentieren gemeinsam mit Mitgliedern der Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke! Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ das T-Shirt, auf dem zahlreiche Politiker aus der Region unterschrieben haben, um ihre Unterstützung für die Ziele der BI zu verdeutlichen.
 

„Wir wollen zeigen, dass wir am Ball bleiben und an unsere Themen erinnern“, betont Hüllmann. An erster Stelle steht nach wie vor die Forderung nach „Zwei plus Zwei“, also stündlich zwei Verbindungen von Tornesch nach Hamburg-Altona und zwei zum Hauptbahnhof. Auf der Agenda steht auch ein Fahrkartenautomat auf dem Bahnhof Tornesch, an dem auch Tickets für den Fernverkehr gekauft werden können. Zudem haben die BI-Mitglieder den neuen Bahnhof Altona-Nord im Visier. Wasman und seine Mitstreiter wollen sich dafür einsetzen, dass dort genügend Kapazitäten für die S-Bahn geschaffen werden. Der neue Fernbahnhof am Standort Diebsteich soll sechs Fernbahngleise und zwei S-Bahngleise beheimaten. Laut Wasmann zu wenig für den Nahverkehr. Er betonte, diesbezüglich im Gespräch mit Nah.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers zu sein.

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