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Windkraft : Bürger wollen keine weitere Belastung in der Marsch

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wie es schon seit mehr als 25 Jahren in der Rosenstadt Tradition ist, wünschten die Liberalen um Ratsherr Rolf Maßow den Bürgern auch in diesem Jahr „Frohe Ostern!“

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2014 | 21:21 Uhr

Auf dem Gerberplatz hatten sie am Gründonnerstag ihren Info-Stand aufgebaut. Sie verteilten bunt gefärbte, hartgekochte Ostereier an die Passanten. Die 360 Eier waren nach drei Stunden verteilt. Damit war’s aber nicht genug: „Auch in diesem Jahr haben wir unsere Eieraktion mit einer Umfrage zu einem aktuellen politischen Thema verbunden. Die Frage lautete: „Mehr Windkraft in Uetersen. Wollen Sie das?“, erklärt FDP-Ratsherr Rolf Maßow. Überraschend war das Ergebnis: Von den 51 Bürgern, die sich an der Umfrage beteiligten, wollten 18 Prozent (neun Teilnehmer) mehr Windkraft in Uetersen, 72 Prozent aber (36 Teilnehmer) wollten das nicht, 12 Prozent (sechs) hatten keine Meinung oder fühlten sich zu wenig informiert.

„In den Gesprächen mit den Bürgern wurde deutlich, dass man der Meinung ist, alternative Energieerzeugung ist wichtig. Dies um so mehr, als der Atomausstieg durch Ersatzmaßnahmen aufgefangen werden muss. Aber Uetersen habe mit dem vorhandenen Windpark seinen Beitrag geleistet. Die Belastung der Bürger müsse gerecht auf alle Regionen verteilt werden“, so Maßow weiter. Außerdem sei häufig bemängelt worden, dass die nationalen und die internationalen Netze nicht darauf ausgelegt sind, den vor Ort erzeugten Strom abzuleiten.

Mehrere Bürger wunderten sich über den Vorschlag der Besitzer und Betreiber, nach dem Scheitern der 200-Meter-Windmaschinen, jetzt hier zusätzlich zu den vorhandenen weitere gebrauchte 100-Meter-Windkraft-Anlagen aufzustellen.

„Das ist ja auch wirklich seltsam,“ findet Maßow, „erst waren die schlechten Strömungsverhältnisse am Geestrand das Hauptargument für das 200-Meter-Repowering, die kleinen Anlagen könnten nicht wirtschaftlich betrieben werden. Jetzt soll sich plötzlich die Investition in genau diese, nicht wirtschaftlichen, Anlagen doch wieder lohnen. Hier stehen offensichtlich massive finanzielle Interessen der Investoren im Vordergrund und nicht die Sorge um die Menschen in der Region Uetersen – und. . . bloß keine Gewerbesteuer zahlen!“ Die FDP dankt allen Bürgern für ihre Meinung, die zur Argumentation der FDP-Vertreter in der Ratsversammlung und den Ausschüssen beitragen werde.

Die Liberalen hoffen auch bei den nächsten Gelegenheiten wieder auf viele interessante Bürgergespräche zu aktuellen Themen.

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