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Sitzung des Bauausschusses : Bürger mit Fragen zu den Entwürfen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sehr zahlreich waren Anlieger der Schwennesen und der Norderstraße zur Sitzung des Bauausschusses gekommen. Denn auf der Tagesordnung waren die Entwurfsplanungen für den Ausbau der jeweiligen Straßen vermerkt. Und dazu hatten die Anlieger etliche Fragen, Anmerkungen und auch Kritik. Ein Anlieger der Schwennesenstraße forderte die Politiker sogar auf, der Entwurfsplanung der Verwaltung zum Straßenneubau nicht zuzustimmen, sondern erst die Anlieger zu befragen, ob diese überhaupt einen Neubau wünschen oder ob ihnen nicht nach der Kanalsanierung eine sachgerechte Wiederherstellung der Straße reichen würde.

Genau 60 Minuten dauerte die Einwohnerfragestunde. Sylvia Köhn aus dem Bau- und Planungsamt beantwortete Fragen, gab Erläuterungen und wies ebenso wie der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses Henry Stümer (CDU) darauf hin, dass die Verwaltung wie auch bei anderen Straßenbaumaßnahmen die Anlieger zu gesonderten Informationsveranstaltungen einladen wird. „Wir setzen heute nur das Verfahren in Gang. Sie können Ihre Anregungen und Bedenken bei der Verwaltung einreichen oder auf der Anliegerinformation vortragen“, so Henry Stümer.

Aber auch die in der Einwohnerfragestunde der Bauausschuss-Sitzung vorgetragenen Fragen und Anregungen würden in die Vorbereitung der Anliegerinformationen, die für November geplant sind, einbezogen, machten Sylvia Köhn und Henry Stümer deutlich. Die Anliegerfragen bezogen sich auf Kosten, auf Verzinsung bei Stundung durch die Stadt, auf die Einbeziehung von nicht bebauten beziehungsweise in einer Stichstraße liegenden Grundstücke, die Erreichbarkeit der Grundstücke und Fußwege-Sicherheit für Schulkinder während der Bauphase sowie auf die Ausschreibung der Straßenbauarbeiten. Eine Bürgerin merkte an, dass der Bauausschuss 2009 beschlossen habe, dass sich die Stadt an den Neubaukosten der Schwennesenstraße beteiligen werde, da die Straße bei Kanalsanierungen und Straßenneubauten in der Umgebung als Durchfahrtstraße für Baufahrzeuge genutzt wurde. Bis zur Anliegerinformation soll die Beschlusslage dazu geprüft werden.

Auch Haus & Grund-Vorsitzender Peter Brandes saß in den Reihen der Bauausschuss-Besucher und informierte die Anlieger der Schwennesen- und Norderstraße, dass Haus & Grund beispielsweise beim Neubau der benachbarten Von-Helms-Straße und der Schildhauerstraße gut mit Anliegern und der Verwaltung zusammengearbeitet habe. „Die Anliegerwünsche wurden berücksichtigt. Und wir sind auch diesmal bereit, die Anlieger zu unterstützen, damit sie ihre Vorstellungen artikulieren, bevor ein endgültiger Beschluss im Bauausschuss gefasst wird“, betonte Peter Brandes.

Politiker stimmen Entwürfen zu Anliegerinfo vorbereiten

Tornesch (syk). Sowohl in der Schwennesenstraße als auch in der Norderstraße plant der Abwasserbetrieb den Neubau der Kanalisation. Für die Schwennesenstraße wurden sowohl Kosten für den Neubau, als auch für die Sanierung der vorhandenen Kanalisation ermittelt. Die Sanierung mit einem Inliner sei zwar um 2100 Euro kostengünstiger, die Abschreibung liege allerdings nur bei 25 Jahren, während bei einem Komplettneubau eine Abschreibung von 50 Jahren greife, so die Verwaltung.

Der Abwasserbetrieb, der die Kosten trägt, will daher einen Neubau der Kanalisation vornehmen. Außerdem soll die Regenwasserkanalisation in die Fahrbahn verlegt werden. Da die Wiederherstellung der Oberflächen durch den Abwasserbetrieb nur in Rohrgrabenbreite erfolgt, der vorhandene Asphaltaufbau jedoch unterdimensioniert und die Tragfähigkeit nicht gewährleistet ist, schlägt die Verwaltung einen Straßenneubau als Tempo 30-Bereich vor. Die Kosten für den Straßenneubau, an denen sich die Anlieger auf Grundlage der Ausbaubeitragssatzung zu beteiligen haben, werden auf 558000 Euro geschätzt. 85 Prozent der Kosten werden auf die erschlossenen Grundstücke umgelegt. Auch in der Norderstraße soll nach dem Neubau der Schmutz- und Regenwasserkanalisation der Straßenneubau, allerdings in zwei Abschnitten in den Jahren 2014 bis 2015, realisiert werden. Begonnen wird im westlichen Abschnitt zwischen Heimstättenstraße und Wachsbleicher Weg. Die Kosten für den Straßenneubau werden auf 1,49 Millionen Euro geschätzt.

Auch in der Norderstraße werden 85 Prozent der Kosten auf die erschlossenen Grundstücke umgelegt. Die Bauausschuss-Politiker von SPD, CDU und FDP waren sich einig, dass die beiden Straßen „vernünftig“ ausgebaut, in die endgültige Entscheidung aber Bürgerwünsche einfließen sollen.

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erstellt am 22.Okt.2013 | 21:40 Uhr

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