Unterschriftenaktion : Bürger machen gegen Raser mobil

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Dieser Sommer hat so manchem Neuendeicher wieder Nerven gekostet. Die Motorradfahrer rasen durchs Dorf und sorgen damit für Ärger unter den Bürgern.

shz.de von
08. September 2011, 20:17 Uhr

Besonders die Anwohner von Oberrecht, Kuhlworth, Binnendiek und Schlickburg fühlen sich von den Bikern belästigt. Nicht mehr länger gefallen lassen wollen sich dies der CDU-Vorsitzende Günther Laudan und Elke Stiebling. Sie starteten eine Unterschriftenaktion, und zwar mit durchschlagendem Erfolg. Über 250 Bürger unterstützen ihr Vorhaben. „Ungezügeltes Verhalten“ machen sie bei einigen Verkehrsteilnehmer, insbesondere bei den Motorradfahrern aus. Geschätze 140 Stundenkilometer seien keine Seltenheit mehr, erläutern Elke Stiebling und Günther Laudan.

„Dies Verhalten führt für uns Anwohner zu einem beträchtlichen Sicherheitsrisiko beim Herausfahren mit unseren Fahrzeugen auf die Straße, das in fast allen Fällen rückwärts geschehen muss“, schrieben sie in der Unterschriftenaktion. Infolge der genannten überhöhten Geschwindigkeiten bestehe trotz umsichtigster Fahrweise unsererseits ein erhebliches Gefährdungspotential. „Wir befürchten auch, dass unseren Kindern durch das rücksichtslose Verhalten der Kfz-Fahrer etwas zustoßen könnte“, erklären sie. Des Weiteren führe die genannte Fahrweise der Kfz-Fahrer zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität der Anwohner, weil die erträgliche Lärmschwelle in unzumutbarer Weise überschritten wird. Es sei nicht mehr möglich, an Nachmittagen und an Wochenenden sich außerhalb des Hauses aufzuhalten, ohne die oft bis zum Schmerzhaften ansteigende Schallintensität vorbeirasender Fahrzeuge ertragen zu müssen. Die beiden übergaben die Unterschriftenlisten an Bürgermeisterin Bärbel Thiemann (CDU). Die will sie an die Kreisverkehrsbehörde mit der Bitte um wohlwollende Prüfung weiterleiten.

Häufigere Geschwindigkeitskontrollen ist das mindeste, was die Initiatoren sich erhoffen. „Wenn das nichts nützt, wird man an der Einführung einer geschlossenen Ortschaft nicht vorbeikommen“, steht für Laudan fest. Das würde Tempo 50 in Neuendeich bedeuten. Die Voraussetzungen sind aus der Sicht der beiden Unterschriftensammler gut. Von der Grenze zu Uetersen bis an die Straße Schlickburg sei die Gemeinde durchgehend bebaut, so Elke Stiebling und Günther Laudahn.

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