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Elmshorner Neubau : Bürger basteln sich ein Rathaus

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Diese Form der Bürgerbeteiligung dürfte im Kreis Pinneberg einmalig sein: Seit Monaten treffen sich engagierte Bürger, um unter der Federführung von Verwaltungsmitarbeitern über den geplanten Neubau des Rathauses zu beraten.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2016 | 20:07 Uhr

Dabei haben die Elmshorner ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, wenn es um Architektur und Nutzung des neuen Gebäudes, aber auch um das mögliche Umfeld geht. Noch in diesem Monat geht das Unternehmen in die nächste Runde. Dann erfahren die Bürger, welche ihrer Vorschläge Eingang in das Gesamtkonzept finden.

Bereits seit drei Jahren steht fest, dass die Krückau- stadt im Rahmen des City-Umbaus auch einen neuen Verwaltungssitz bekommt. Noch zentraler wird er liegen, gebaut auf einem knapp 7000 Quadratmeter großen Grundstück nur einen Steinwurf von den Knecht’schen Hallen entfernt und eingebettet in ein attraktives Umfeld. Ein Rathaus für die Bürger soll es werden, mit öffentlich nutzbaren Flächen und modernen Büros.

Nach dem jüngsten Planungstreffen von Bürgern und Verwaltungsmitarbeitern, an dem auch Elmshorns 1. Stadtrat Dirk Moritz teilnahm, steht jetzt fest, dass sich die Elmshorner ein hochwertiges Gebäude wünschen. „Das bringt zwar möglicherweise höhere Investitionskosten mit sich, dafür aber geringere Folgekosten und eine höhere Lebensdauer“, sagte Dirk Moritz. Kleinen Büroeinheiten erteilten die zuletzt etwa 50 beteiligten Bürger ein klare Absage. Die Räume im alten Rathaus erinnerten an Kaninchenställe, was sogar den Kunden auffalle, hieß es immer wieder. Ganz oben auf der Wunschliste für die technische Ausstattung stehen öffentlich zugängliche Ladestationen für Smartphones und Laptops sowie ein frei zugängliches WLAN-Netz.

Michael Gerbert vom Gebäudemanagement der Stadt Elmshorn lobte im Anschluss an die bisher letzte Beteiligungswerkstatt vor allem den Ideenreichtum und das fundierte Hintergrundwissen der Elmshorner. „Man hat gemerkt, dass sich die zahlreichen Teilnehmer intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben“, sagte er.

Die Anregungen der Bürger werden nun in den Verwaltungsvorschlag einfließen und noch in diesem Monat der Politik zur Beratung vorgelegt. Stimmen sie dem Paket zu, wird der Vorschlag den am auszulobenden Wettbewerb teilnehmenden Architekten als Grundlage dienen. Welche Vorschläge es in die Verwaltungsvorlage geschafft haben, ist Gegenstand einer Informationsveranstaltung am 14. Januar um 18 Uhr im Kollegiumssaal, den es übrigens im neuen Rathaus nach dem Willen der Bürger auch geben soll.

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