zur Navigation springen

CDU-Infogespräch : Bürger-Appell an Hetlinger Politiker

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein Hetlinger hat das jüngste CDU-Bürgerinfogespräch genutzt, um den Dorfpolitikern ins Gewissen zu reden. Ein „besseres Betriebsklima“ erhofft sich Hans Unruh für die kommende Wahlperiode in der Gemeindevertretung. Der Rentner engagierte sich unter anderem jahrzehntelang im HMTV-Vorstand, gehört zu den regelmäßigen Zuhörern der Ratssitzungen und bezieht gern Position, wenn es um die Dinge des Dorfes geht. „Ich denke, es kommt Ruhe rein“, antwortete Barbara Ostmeier, Bürgermeisterin und CDU-Vorsitzende. Gut ein Dutzend Bürger – fast ausschließlich Christdemokraten – waren zu dem Infogespräch in die Gaststätte „Op de Deel“ gekommen.

Der in Hetlingen recht rustikal geführte Wahlkampf blitzte anschließend nur noch kurz auf, etwa als es um die Verwendung von Logos ging oder Barbara Ostmeier erklärte, auch jetzt noch überzeugt von dem Neubau der Feuerwache zu sein.

Diese Vorlage nahm Unruh auf, in dem er die Außengestaltung des Gebäudes thematisierte. Der fast schwarze Klinker ist im Dorf vielfach kritisiert worden („Hetlingen hat jetzt ein Krematorium“). Die Auswahl sei in den Gremien getroffen worden, berichtete die Bürgermeisterin.

Unruh regte noch an, dass die Gemeinde ihre Bürger besser übers Internet informieren soll. So wäre es schön, wenn der neue Flächennutzungsplan auf www.hetlingen.de zu finden sei, sagte er.

Breiten Raum nahm in der Diskussion der Planfeststellungsbeschluss zum Neubau des Elbdükers ein. Die Bürgermeisterin erklärte, dass sie bisher nur über eine Pressemitteilung des Energiewendeministeriums informiert worden ist (die UeNa berichteten). Die Landtagsabgeordnete kritisiert den FW-Sprecher Michael Rahn, der die Planfeststellung öffentlich gemacht hatte. Aus ihrer Sicht wäre es sinnvoll gewesen, erst die anderen Gemeindepolitiker und dann die Bürger zu informieren. Rahn hatte die Unterlagen aus Kiel bekommen, weil er Einwände gegen den Elbdüker-Neubau formulierte.

Der scheidende Finanzausschussvorsitzende Hans-Werner Grupen kritisierte Rahn für seine öffentlichen Äußerungen. Er habe den Planfeststellungsbeschluss „bejubelt, wo es nichts zu bejubeln gibt“. Barbara Ostmeier schloss sich dieser Einschätzung an.

Der Rechtsanwalt der Gemeinde solle den Beschluss überprüfen und dann werde man in den Ausschüssen beraten. Kritisch sieht Barbara Ostmeier, dass das Grün geführte Energiewendeministerium möglichen Klagen eine aufschiebende Wirkung versagt hat. Die Betreiber könnten trotzdem mit ihrem Bau beginnen. Die Volljuristin erklärt: „Das habe ich mir anders erhofft.“

zur Startseite

von
erstellt am 11.Jun.2013 | 21:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert