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Gedankenaustausch : Büchereien gehört die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nicht nur weil sie als Ministerin für Justiz, Kultur und Europa maßgeblich daran beteiligt ist, dass Schleswig-Holstein im kommenden Jahr ein Bibliotheksgesetz bekommt, veranlasste Ministerin Anke Spoorendonk zu einem Besuch in der Tornescher Bücherei. Sie hatte von der vorbildlichen Zusammenarbeit zwischen der Stadtbücherei und den Schulen sowie dem erfolgreichen Drei-Säulen-Modell der Tornescher Bücherei als Stadtbücherei, Schulbücherei der Klaus-Groth-Schule und als Kreismedienzentrum gehört und wollte sich vor Ort einen Eindruck verschaffen.

In ihrem Gespräch mit Büchereileiter Michael Harbeck, Bürgermeister Roland Krügel, der Leiterin des Amtes für Soziale Dienste Sabine Kählert, Klaus-Groth-Schul-Leiterin Rita Wittmaack und dem Vorsitzenden des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildung Horst Lichte (SPD) machte die schleswig-holsteinische Ministerin deutlich, dass in dem angestrebten Bibliotheksgesetz die Förderung der 160 öffentlichen und 13 wissenschaftlichen Bibliotheken und deren Arbeit auf eine eigenständige Grundlage gestellt werden soll.

„Bibliotheken sind wichtige Säulen unserer Kulturlandschaft. Sie gehören zur Daseinsvorsorge und zum Standortfaktor einer Kommune“, so die Ministerin. Im Vordergrund des Bibliotheksgesetzes werde die flächendeckende Qualitäts- und Angebotssicherung, die Festschreibung des hohen Niveaus und die Aufwertung der Bibliotheken stehen, machte Anke Spoorendonk deutlich. „Unser Gesetz ist ein Anreizgesetz, in dem definiert wird, was Bibliotheken ausmacht und was wir von Bibliotheken erwarten. Bibliotheken sind kein Auslaufmodell. Sie sind gefragt und gefordert. Sie sind Ausdruck für Bildungsteilhabe und Integration“, betonte die Ministerin.

Anreize für besondere Projekte an Bibliotheken beispielsweise für Jugendliche oder bei der Integration von Flüchtlingen sollen durch einen 400000 Euro umfassenden Fördertopf gegeben werden. „Interkulturelle Arbeit und Digitalisierung werden ein wesentlicher Bestandteil der Bibliotheksarbeit sein“, stellte die Ministerin heraus.

Dass die Bücherei in Tornesch Ort des Lernens, der Begegnung und der Kommunikation ist, davon konnte sich die Ministerin in den Gesprächen und bei ihrem Bibliotheksrundgang überzeugen. „Ihre Bücherei ist wunderschön und lädt zum Sckmökern ein“, sagte sie.

< Klaus-Groth-Schul-Leiterin Rita Wittmaack berichtete, wie ihre 1200 Schüler nicht nur durch Bücherkisten im Unterricht und durch die Schulbücherei von der Einrichtung profitieren, sondern als Nutzer auch als Multiplikatoren im Elternhaus wirken. „Uns liegt unsere Bücherei sehr am Herzen“, betonte Bürgermeister Roland Krügel. Die Stadt zahlt jährlich einen Zuschuss in Höhe von 300000 Euro. Das Land fördert den Betrieb mit 140000 Euro, davon 35000 Euro zweckgebunden für die Medienanschaffung.

In der Tornescher Bücherei sind sechs Mitarbeiter auf 4,7 Stellen beschäftigt. In den Regalen der Stadtbücherei stehen 34000 Medien, als Schulbücherei der Klaus-Groth-Schule werden 29000 Medien verwaltet und als Kreismedienzentrum für 100 Schulen 2000 Medien.

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erstellt am 20.Okt.2015 | 20:42 Uhr

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