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Stadtbücherei Tornesch : Bücher gehören zum Leben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen die Entwicklung der Bücherei Tornesch von einer kleinen Gemeindebücherei zu einem modernen Medienzentrum mit den drei Säulen Stadtbücherei, Kreismedienzentrum und Schulbücherei für die Klaus-Groth-Schule. Er überbrachte Glückwünsche zum 60-jährigen Bestehen der Bücherei, machte jedoch darauf aufmerksam, dass laut Unterlagen der Büchereizentrale nicht erst 1955 in Tornesch eine öffentliche Bibliothek eingerichtet worden sei, sondern bereits 1947 mit 345 Büchern.

Für die Tornescher Büchereijubiläen wurde jedoch stets als Büchereieröffnungsjahr das Jahr 1955 angenommen, basierend auf einem Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Verein für Erwachsenenbildung und Büchereiwesen in Schleswig-Holstein.

Dr. Lorenzen würdigte die Kooperationen, die die moderne Tornescher Bücherei mit den Schulen vor Ort, dem Jugendzentrum und der Volkshochschule Tornesch-Uetersen eingegangen ist. Im Rahmen der Feierstunde zum Büchereijubiläum reichte Büchereileiter Michael Harbeck eine Medienbox, bepackt mit Arbeitsmaterialien und Büchern für leseungeübte Erwachsene, an VHS-Leiterin Inga Pleines weiter.

Das Material soll in den Alphabetierungskursen für Erwachsene an der VHS Tornesch-Uetersen Verwendung finden. Finanziert wurde die Medienbox von der Sparkasse Südholstein. Die Büchereizentrale, der Landesverband der Volkshochschulen und die schleswig-holsteinischen Sparkassen ziehen bei der Kampagne „Lesen macht das Leben leichter“, bei der Erwachsene, die des Lesens und Schreibens unkundig sind oder große Schwierigkeiten damit haben, Unterstützung erhalten sollen, an einem Strang. Andreas Knappe von der Sparkasse Südholstein betonte, dass die Sparkassen die Alphabetisierungsaktion von Herzen unterstützen. „Wir hoffen, dass die Aktion viele Menschen erreicht, deren Lesekompetenzen nicht ausreichend sind und sie ermutigt werden, ihr Wissen zu erweitern.“

Deutschlandweit seien 7,5 Millionen Erwachsene aus unterschiedlichsten Gründen Analphabeten, so VHS-Leiterin Inga Pleines. „Wir müssen dafür sorgen, dass das Thema enttabuisiert wird und den Betroffenen niedrigschwellige Angebote ermöglichen, denn Lesen und Schreiben sind Grundvoraussetzungen für die gesellschaftliche Teilhabe. Wir sind dankbar für diese Kampagne und die Kooperation mit unserer Stadtbücherei“, sagte sie. Büchereileiter Michael Harbeck übergab ihr aber nicht nur die von der Sparkasse Südholstein finanzierte Medienbox „Lesen macht das Leben leichter“. Er übergab ihr auch vom Etat der Bücherei beschaffte Wörterbücher, Lehrbücher und Nachschlagewerke zur Nutzung in den VHS-Kursen, in denen Flüchtlinge mit lateinischen Buchstaben und mit der deutschen Sprache vertraut gemacht werden.

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erstellt am 24.Apr.2015 | 21:11 Uhr

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