zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 23:02 Uhr

Handball : Bruhn und der große Wurf

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Tausendmal probiert, tausendmal ist nichts passiert ‒ das gilt nicht nur für den Sänger Klaus Lage, sondern auch für die Handballspieler in Bezug auf Verzweiflungstorwürfe, die mit dem Ertönen der Schlusssirene aus aussichtslosesten Positionen abgegeben werden. Doch am Sonnabend hatte Jan-Michael Bruhn mit genau so einem Wurf Erfolg: Der Torwart der 2. Männer des TuS Esingen hatte einen Ball gefangen und schleuderte ihn aus dem eigenen Kreis auf das gegnerische Gehäuse; dort setzte er direkt vor Ole Bostelmann auf und dem Keeper der HG Hamburg-Barmbek II misslang der Versuch, die Kugel mit dem Fuß zu stoppen. Als der Ball im Netz zappelte, ertönte die Pausensirene ‒ natürlich bejubelten alle Esinger, allen voran Bruhn selbst, diesen sensationellen Treffer zum 16:16. „So etwas ist mir noch nie gelungen und ich kann mich auch nicht erinnern, so ein Tor schon einmal gesehen zu haben“, sagte Bruhn nach seinem großen Wurf.

shz.de von
erstellt am 29.Feb.2016 | 20:29 Uhr

Auch in den letzten Sekunden der zweiten Halbzeit des Hamburg-Liga-Spiels wurde es hochdramatisch: Als beim Stand von 24:24 noch eine halbe Minute zu spielen war, setzte Hendrik Willenbrock den letzten Esinger Versuch knapp links am Ziel vorbei. Die Gäste kamen zwar bei ihrem finalen Angriff zu keinem Abschluss mehr, doch ihnen wurde noch ein Freiwurf zugesprochen. Dessen erste Ausführung misslang, wurde aber wiederholt ‒ und über die Esinger Abwehrmauer hinweg flog der Ball ins TuS-Tor. Die Barmbeker bejubelten bereits ihren vermeintlichen Auswärtssieg, als eine Entscheidung der Schiedsrichter Mike Heitland/Jens Melcher den Torneschern zumindest einen Punkt rettete: Sie erkannten den Freiwurftreffer nicht an, weil der Schütze bei der Ausführung hochgesprungen war, was regelwidrig ist. So lautete das Endergebnis 24:24 und die Frage, ob es für die Esinger ein gewonnener oder ein verlorener Punkt war. „Beides“, sagte TuS-Trainer Dennis Nickel, der in Abwesenheit von Dennis Lißner alleinverantwortlich an der Seitenlinie stand und monierte: „Wir haben in der Schlussphase einfach den Faden verloren!“ Tatsächlich sah es schon nach einem Heimsieg aus, als die Hausherren sich von 20:20 (40.) auf 24:21 abgesetzt hatten (49.). In den letzten elf Minuten blieben sie aber torlos. Gegen den allgemeinen Trend (in der zweiten Hälfte gab es nur halb so viele Treffer wie im ersten Durchgang) arbeitete nur Lukas Geertz, der sechs seiner insgesamt acht Treffer nach der Pause erzielte.

Als „klar überzogen“ stufte Nickel die Rote Karte ein, die Yannick Hellmich bereits in der 16. Minute sah, als er einen Barmbeker Gegenstoß unterbunden hatte. Immerhin bescherte dieser Verweis Hellmich einen Platz auf der Tribüne, von wo aus er beste Sicht auf das sensationelle Torwart-Tor hatte ...

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert