Eishockey : Brüderpaar heiß auf Eis

3577047_800x479_5076edcee400d.jpg

Wer die beiden Brüder Marvyn (13) und Milan Katt (10) aus Heidgraben fragt, was ihr größter Wunsch für die Zukunft ist, bekommt eine klare Antwort: „Eishockey-Profi bei den Hamburg Freezers werden!“ Für wen diese Antwort zunächst etwas abwegig klingt, der bekommt ein gänzlich anderes Bild der beiden, wenn er sie zusammen einmal im Einsatz auf der Eisfläche erlebt. Ausgestattet wie ihre großen Vorbilder jagen sie zusammen mit ihren Teamkollegen der Knaben-Mannschaft des Molot Eishockeyclubs Hamburg seit einigen Jahren dem Puck nach.

shz.de von
11. Oktober 2012, 18:00 Uhr

Der ungewöhnliche Name des Sportvereins rührt aus seinem russischen Ursprung her, ist „Molot“ doch das russische Wort für „Hammer“. Holger Lund, der Vater von Marvyn und Kilian, erklärte: „Es gibt in Hamburg nur drei Vereine, die Eishockey-Jugendarbeit betreiben!“ Lund selbst ist seit geraumer Zeit Jugendwart beim Molot EC und hofft auf ein breiteres Interesse beim Nachwuchs.

Dabei ist die sportliche Perspektive durchaus gegeben: „Die Profivereine in Deutschland sind verpflichtet, sich um die Nachwuchsarbeit zu kümmern!“ Da die Hamburg Freezers als Verein der Deutschen Eishockey Liga keine eigene Jugendabteilung unterhalten, wurde eine Zusammenarbeit mit den „Hämmern“ aufgenommen. „Wir erhoffen uns dadurch natürlich zusätzlichen Zuwachs“, so Lund. Derzeit gehen drei Molot-Teams mit insgesamt rund 60 Aktiven im Jugendbereich an den Start. „Wir müssen mindestens 15 Spieler pro Mannschaft beim Verband melden – da kommt es leider immer wieder zu Engpässen!“ Da ist es nicht verwunderlich, dass oftmals jüngere Spieler in höheren Altersklassen spielen – so auch Milan Katt, der am vergangenem Wochenende bereits seinen zweiten Punktspieleinsatz im Team seines drei Jahre älteren Bruders Marvyn absolvierte. Dabei gewannen die Hanseaten auch ihr zweites Saisonspiel und stehen nach dem deutlichen 39:0-Sieg gegen die „Grafschafter EC Ritter“ aus Nordhorn an der Tabellenspitze. „Wir wollen die Situation nicht überbewerten, denn es stehen insgesamt noch zehn Spiele an“, so Lund, der hofft, zukünftig weitere Jugendliche für den Eishockey-Sport in Hamburg gewinnen zu können. Kinder und Jugendliche (Geburtsjahrgänge 1999 bis 2003 und jünger) sind dabei herzlich zu einem „Schnuppertraining“ eingeladen und können sich per E-Mail mit Lund in Verbindung setzen: hlund@molot-hamburg.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert