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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 07:17 Uhr

Politik : Breitner: Es regiert sich gut

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die guten Wünsche standen beim Neujahrsempfang der Kreis-SPD in der dicht mit Parteifreunden und politischen Weggefährten gefüllten Uetersener Kleinen Stadthalle noch immer im Vordergrund – trotz des sich anbahnenden Wahlkampfes auf Kommunal- und Bundesebene. So hatte der smarte Hauptredner und Ehrengast Innenminister Andreas Breitner für den politischen Gegner eher Trost und Ratschläge mit einem Schmunzeln parat als knallharte verbale Keile.

Es regiere sich gut, zog der sozialdemokratische Innenminister mit viel regionalpolitischem Sachverstand Bilanz, allerdings fehle wie das Salz in der Suppe eine funktionierende Opposition. Er hoffe darauf, dass sich die CDU wieder sammle und die FDP – und damit blickte er auf den Kreisvorsitzenden der Liberalen, Bürgermeister Günther Hildebrandt – zur Geschlossenheit zurückkehrt.

„Opposition ist Mist“ habe Franz Müntefering einmal gesagt, aber wer wisse es besser als die Bewohner der Rosenstadt Uetersen, dass Mist gebraucht werde, um Wachsen und Gedeihen zu ermöglichen.

Eine Gebietsreform auf Kreis- oder Gemeindeebene werde es mit der SPD gegen den Willen von Bürgerinnen und Bürgern nicht geben, rief Breitner mit Nachdruck aus. Nur bei freiwilliger Veränderung – wie beispielsweise die Fusion von Uetersen und Tornesch, die gemeinsam gefordert und gelebt werden sollte – werden solche Vorhaben unterstützt. Der Innenminister erzählte dazu die Geschichte vom Huhn und dem Schwein, die fusionieren wollten. Was es davon habe, fragte das Schwein und das Huhn antwortete: „Zumindest Spiegeleier mit Speck.“

Ein anschließendes Gespräch zwischen den anwesenden Bürgermeistern Roland Krügel und Andrea Hansen, wer nun in die Rolle des Schweins oder des Huhns schlüpfen wolle, wurde allerdings nicht beobachtet.

Das mangelnde Interesse an Politik müsse umgekehrt werden, in dem Betroffene zu Beteiligten werden, wünschte sich Andreas Breitner. Wichtig sei außerdem eine Entspannung zwischen Land und Kommunen, dabei eine bessere Finanzausstattung der Gemeinden, in denen das Geld den Aufgaben folgen müsse. Eine der größten Aufgaben bleibe die Haushaltskonsolidierung, hierbei sei es wichtig, effizient und transparent zu arbeiten.

Wenn es nun in den aktuellen politischen Diskussionen um die SPD endlich einmal wieder um Inhalte und nicht um Geld gehen würde, seufzte der Innenminister, hoffe er auf ein Super-Wahljahr und schloss mit einem Lächeln und dem Zitat des nicht gerade brillant Englisch sprechenden Fußballers Lothar Matthäus: „I hope you have a little bit lucky“.

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erstellt am 13.Jan.2013 | 20:04 Uhr

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