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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 01:12 Uhr

Fortschritt : Breitbandehe geschieden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mächtig ins Stocken geraten ist die Breitbandinitiative des Amtes Moorrege mit der „azv Südholstein Breitband GmbH“. Der Versuch scheiterte, das superschnelle Internet in Appen zu starten. Zu wenige Heistmer haben die Verträge unterschrieben und in Holm sollten die Bürger bereits im Sommer per Glasfaser telefonieren, Fernsehen gucken und auf der weltweiten Datenautobahn surfen können

Nun soll ein Befreiungsschlag für neues Tempo sorgen. Bei der Breitband GmbH haben nur noch die Klärwerker aus Hetlingen das Sagen. Dem Partner „Unser Ortsnetz“ aus Oering, vormals mit 51 Prozent an dem Unternehmen beteiligt, wurden die Anteile abgekauft. „Die Zusammenarbeit hat leider nicht so funktioniert, wie wir uns das erhofft hatten“, so Lutz Altenwerth, Vorstand des azv Südholstein. Er wolle nicht „im Nachhinein schmutzige Wäsche waschen“ antwortete er auf die Frage nach konkreten Gründen für die Trennung. Allerdings deutete Altenwerth an, dass es sowohl in technischen als auch in finanziellen Fragen Meinungsverschiedenheiten gegeben hat. „Allein sind wir deutlich fixer“, verspricht er.

Wegen den zum Teil desaströsen Übertragungsgeschwindigkeiten, zum Beispiel in Holm und Neuendeich hatte das Amt Moorrege eine Initiative gestartet, ein von der T-Com unabhängiges Komunkationsnetz für die sieben amtsangehörigen Gemeinden zu schaffen. Als Sieger aus dem fast zweijährigen Auswahlprozess ging der „Abwasser-Zweckverband (azv) Südholstein“ hervor. Die Experten in Sachen kommunaler Infrastruktur meinten, mit den Telekommunikationsfachleuten von „Unser Ortsnetz“ – einer Tochter der Firma „Sacoin“ – den richtigen Partner gefunden zu haben. Anfang 2010 wurde das Gemeinschaftsunternehmen „azv Südholstein Breitband GmbH“ gegründet und in Holm die erste Werbeaktion gestartet.

Dort werden derzeit die Glasfaserkabel in die Leerrohre gezogen und verspleißt. „Wir wollen im Januar die ersten Anschlüsse in Betrieb nehmen“, so Peter Janssen, Geschäftsführer der azv Südholstein Breitband GmbH. Als „Testfall“ dienen zunächst gemeindeeigene Einrichtungen wie das Haus der Gemeinde oder die Grundschule. Allerdings sind die Arbeiten wetterabhängig. Bei Minustemperaturen können die bis zu 864 Glasfasern nicht miteinander verbunden werden.

„Wenn alle technischen Komponenten bei den gemeindlichen Einrichtungen gut funktionieren, kommen anschließend die Bürger an die Reihe“, so Janssen. Die Holmer, die einen Vertrag unterzeichnet haben, kommen voraussichtlich noch bis zum Frühjahr in den Genuss der Zukunftstechnologie.

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erstellt am 22.Nov.2011 | 20:53 Uhr

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