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Meinungsaustausch : Breitband ist ein Muss für die Dörfer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Schnelle Internetverbindungen sind kein Luxus oder Spielkram für Menschen, die gerne surfen oder Filme gucken. Sie gehören zur Daseinsvorsorge, wie die Bereitstellung von Wasser oder die Abwasserreinigung. Der Staat muss sicher stellen, dass die Menschen über schnelle Internetverbindungen verfügen können.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2013 | 20:54 Uhr

Dies ist das Ergebnis eines Gespräches, dass der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann mit dem Heistmer Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) führte. Mit dabei war der SPD-Ortsvorsitzende Klaus-Dieter Redweik. Rossmann, Schwerpunkt Bildungspolitik, bezeichnete sich als „Lernender“ in Sachen moderne Kommunikationstechniken. Neumann, von Beruf ist er Geschäftsführer der Stadtwerke Tornesch, kümmert sich intensiv um die Breitbandversorgung im Dorf.

„Glasfaser ist die Zukunftstechnologie“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Im ländlichen Raum könne man sich zwar mit der neuen Handytechnik LTE oder Kupferkabel behelfen, doch Breitband sei auf Grund der Übertragungsgeschwindigkeiten das Optimale. „Es wird viel in Schleswig-Holstein gemacht, nur etwas unkoordiniert“, weiß Neumann von Gesprächen. „Wir brauchen aber ein Gesamtkonzept.“

Das Amt Moorrege hatte einst eine Initiative zur Versorgung der Dörfer mit schnellem Internet gestartet. Partner wurde der Abwasser-Zweckverband in Hetlingen. In Heist ist das Gewerbegebiet an der B431 bereits mit einem Glasfasernetz versorgt. Derzeit wird an einem Gebiet zwischen Kreuzweg, Grauer Esel und Wedeler Chaussee gearbeitet. Da nicht die eigentlich nötige Vertragsquote von 60 Prozent erreicht wurde, nimmt man sich nur ein Teil des Dorfes vor, in dem das Interesse groß ist. Weitere Bereiche sollen anschließend folgen. „Das ist ein Modell, dass auch in anderen Dörfern möglich wäre, etwa in Haselau“, steht für Rossmann fest.

Derzeit liegen weitere Projekte allerdings auf Eis, da die Städte im Abwasser-Zweckverband das Risiko nicht mehr tragen wollen. Neumann äußerte Verständnis für diese Position. Ein erster Versuch einen Breitband-Zweckverband für die Dörfer zu gründen, war ebenfalls an dem Widerstand der Städte gescheitert. Ein zweiter Versuch soll folgen. Der Bürgermeister hofft weiter auf den Zweckverband: „Wir warten auf eine Lösung.“

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