Großfeuer : Brandursache weiter unklar

Sechs Tage nach dem verheerenden Brand in einem Wohnblock in der Elmshorner Beethovenstraße ist die Ursache noch immer ungeklärt. Die Brandermittler arbeiteten mit Hochdruck, sagte Elmshorns Kripochef Dietmar Engelhorn gestern. Bei dem Feuer in der Nacht zu vergangenem Sonntag waren mehrere Personen leicht verletzt worden und ein Millionenschaden entstanden.

shz.de von
26. Juni 2014, 20:51 Uhr

Seit Montag suchen Spezialisten aus Kiel zwischen Trümmern und Schutt nach Hinweisen auf die Ursache für das Feuer. „Bei Großbränden mit entsprechend hohem Zerstörungsgrad ist das Aufklären der Brandursache um ein Vielfaches schwieriger“, sagte Engelhorn. Der Dachboden von zwei Gebäudeteilen, in denen nach Angaben der Polizei 168 Personen gemeldet sind, ist komplett niedergebrannt und ist noch immer von Trümmern übersät. „Bevor hier jeder Winkel untersucht werden kann, müssen Unmengen von Schutt beiseite geschafft werden“, so Kripochef Engelhorn. Erstmals veröffentlichte Bilder aus dem Inneren des beschlagnahmten Hauses zeigen das Ausmaß der Zerstörung.

Bislang wollte die Kriminalpolizei weder einen technischen Defekt noch Brandstiftung als Ursache ausschließen. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt, so Dietmar Engelhorn. Unterstützt wird die Elmshorner Kripo von Brandsachverständigen des Landeskriminalamtes, die auch Brandmittelspürhunde einsetzen. Der Wohnblock in der Beethovenstraße, die während des Einsatzes stundenlang ebenso gesperrt war wie die Köllner Chaussee, ist acht Stockwerke hoch.

Alle Bewohner der betroffenen Wohnungen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen oder wurden evakuiert und anschließend in einer Turnhalle untergebracht. Noch immer sind die 80 Wohnungen unbewohnbar. 200 Feuerwehrleute waren zur Bekämpfung des Feuers angerückt, die Elmshorner Polizei wurde unterstützt durch Angehörige der Bundespolizei (UeNa berichteten). Bevor die Brandermittler ihre Arbeit aufnehmen konnten, war das Gebäude von Statikern überprüft worden. Erst nachdem sie eine mögliche Einsturzgefahr ausgeschlossen hatten, konnten die Untersuchungen beginnen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert