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Uetersener Strasse : Brandstiftung? Feuer im Keller!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bei einem Gebäudebrand am frühen Montagmorgen mussten neun Menschen evakuiert werden. Sie wurden von Feuerwehrleuten mit Fluchthauben ins Freie begleitet. Zwei Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Uetersener Straße hatten bereits vorher schwerere Rauchvergiftungen erlitten und kamen ins Krankenhaus. Die Ursache des Feuers, ausgebrochen in einem Kellerraum, steht noch nicht fest. Brandstiftung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Kriminalpolizei Pinneberg hat die Ermittlungen übernommen.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2012 | 21:41 Uhr

Der Alarm erfolgte um 0.05 Uhr für beide Tornescher Wehren. Das Ausmaß des Brandes wurde erst vor Ort erkennbar. Insbesondere der sich im gesamten Treppenhaus ausbreitende Rauch entwickelte sich zunehmend zu einem Problem. Er zog auch in die Wohnungen, sodass sich die Feuerwehr zur Evakuierung entschloss.

Parallel dazu erfolgte die Brandbekämpfung. Was die Feuerwehr zunächst vor ein Rätsel stellte, wurde bei genauer Betrachtung sonnenklar: Warum breitete sich der Rauch trotz Feuerschutztüren im Treppenhaus aus? Das war die Frage der Brandbekämpfer. Die Türgriffe waren mit Lappen umwickelt worden, sodass sie nicht ins Schloss fallen konnten. Ein grob fahrlässiges Verhalten, wie nicht nur die Feuerwehr erkannte. So konnten die giftigen Rauchgase ungehindert in das Treppenhaus gelangen.

Weiteres Problem: In der obersten Etage befand sich kein Rauchabzug. Auch Fenster gab es dort nicht, sodass es gut eine Stunde dauerte, bis, nach zügigem Löscherfolg, das Treppenhaus soweit vom Qualm befreit war, dass auch die letzten Bewohner sicher ins Freie gebracht werden konnten.

Der Einsatz dauerte mehr als zwei Stunden. Die Uetersener Straße musste während dieser Zeit gesperrt werden. Im Einsatz befanden sich auch mehrere Rettungsassistenten mit zwei Krankenwagen und die Polizei.

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