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Klaus-Groth-Schule : Brand im Legoland: Roboter rücken an

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ihre Lego-Roboter sollen Plastiktiere einsammeln, Hindernisse von einer Startbahn räumen und einen Turm so anstoßen, dass er rutscht ohne zu kippen. Fernsteuerungen oder helfende Hände sind tabu. Die Maschinen sollen sich mit Hilfe ihrer Programme sowie Druck-, Farb-, Schwarz-Weiß und Ultraschall-Sensoren selbstständig bewegen.

Die Teilnehmer der Legocraft-AG der Klaus-Groth-Schule Tornesch (KGST) bereiten sich zurzeit intensiv auf einen Roboter-Wettkampf vor. Zum dritten Mal schickt Lehrer Mario Selck Teams zur First-Lego-League, einem internationalen Wettbewerb für junge Tüftler. Am Sonnabend, 9. November, treten sie an der Wiechern-Schule in Hamburg-Horn zum Regionalentscheid an. „Wir würden bei den 15 Teams gern oben mitmischen“, so Selck. 2011 erreichten seine Schüler Platz 4, im vergangenen Jahr Rang 3.

1998 riefen das Unternehmen Lego und die Stiftung First (For Inspiration and Recognition of Science and Technology – Für Inspiration und die Entdeckung der Wissenschaft und Technologie) den Wettkampf in den USA ins Leben. First-Gründer und Lego-League-Initiator Dean Kamen sagte damals: „Wir müssen den Kindern zeigen, dass es mehr Spaß machen kann, ein Videospiel oder einen Roboter zu kreieren und zu konstruieren, als damit zu spielen.“

Das Thema des Wettkampfes in diesem Jahr lautet „Katastrophenschutz“. Ende August erhielten die teilnehmenden Schulen das etwa ein mal zwei Meter große Spielfeld und zehn Bausätze, die für alle Teams gleich aussehen. Seither nutzen die KGST-Schüler jede freie Minute, um die vorgesehenen Aufbauten zu errichten und ihre Roboter am Computer zu programmieren.

Aus einer Liste von Aufgaben dürfen sie sich die aussuchen, deren Lösung sie sich innerhalb der Wettkampfzeit von zwei Minuten zutrauen. Die Tornescher spezialisieren sich dabei auf Einsätze bei einem Waldbrand. Ihre Roboter müssen zum Beispiel einen Ast von einem Lego-Baum heben, ohne dass er auf eine Stromleitung fällt.

Punkte gibt es je nach Schweregrad der erfüllten Aufgaben. Bewertet werden aber auch Stabilität und Design der Roboter sowie ein Vortrag, bei dem die Schüler über die Entstehung und Bekämpfung von Waldbränden sprechen sollen. Bei einer Teamaufgabe müssen sie ihren Zusammenhalt beweisen. Im vergangenen Jahr sollte sich die Gruppe auf einen Teppich stellen und ihn unter ihren Füßen drehen ohne ihn zu verlassen – eine Aufgabe, die sie mit Erfolg meisterte.

Die 17-köpfige AG wird zwei Teams ins Rennen schicken. Bjarne Görs aus der Klasse 11d leitet die Gruppe der 14- bis 16-Jährigen, Thore aus dem Jahrgang 9 führt die Mannschaft der Sechstklässler an. Sollten sie alle drei Vorrunden gewinnen, könnten sie im April 2014 ins Weltfinale in Moskau einziehen.

Die Ausrüstung ist nicht ganz billig. Allein einer der Mindstorm-Roboter kostet fast 500 Euro. Sieben Sponsoren unterstützen die Schüler daher mit Geld- und Sachleistungen. Es handelt sich um die Tischlerei Maack, die Stadtwerke Tornesch, die Uetersener Haspa, die Bürgerstiftung der VR-Bank Pinneberg, der KGST-Förderverein, HellermannTyton und die Firma Loll Feinmechanik.

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erstellt am 13.Okt.2013 | 16:36 Uhr

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