Neujahrsempfang : Botschaft an die Breitband-Planer

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Alle Plätze des großen Saales im Dörpshus sind besetzt gewesen, als Bürgermeister Walter Rißler den Neujahrsempfang der Gemeinde eröffnet. Gekommen waren die Holmer, weniger Auswärtige als im Vergleich zu den Vorjahren zeigten sich. Rißler musste in diesem Jahr auf zahlreiche prominente Politiker verzichten, denn zeitgleich startete Wedel mit seinem Neujahrsempfang in die 800-Jahr-Feiern.

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09. Januar 2012, 21:10 Uhr

In zwei Teile ließ sich die traditionelle Neujahrsansprache des Gemeindeoberhauptes gliedern. Er nahm zu Holmer sowie zu landes-, bundes- und weltpolitischen Themen Stellung.

Eine unmissverständliche Botschaft an die „azv Südholstein Breitband GmbH“ hat Rißler in den Teil über die Zukunft seines Dorfes verpackt. „Weitere Verzögerungen sind nicht mehr hinnehmbar“, sagte er mit Blick auf die schleppende Umsetzung der Breitbandinitiative. Im Januar soll der Testbetrieb im Gemeindebüro anlaufen, danach werden die Bürger je nach Ablauf des Vertrages mit ihren alten Telefongesellschaften angeschlossen.

Nicht so wie anfangs erhofft kommen die Planungen für das seniorengerechte Wohnen im Dorfzentrum voran. „Unterschiedliche Auffassungen über den Baukörper“ machte Rißler zwischen Gemeinden und dem Wohnungsbauunternehmen GKB Pinneberg aus. Er äußerte jedoch die Hoffnung, dass die kurzfristig ausgeräumt werden können.

Außerdem widmete sich der Christdemokrat der Euro-Krise, Fukishima und die Energiewende sowie der Landtagswahl am 6. Mai. Zu schnell gewachsen sei der europäische Staatenverbund, urteilte der Holmer. „Ich glaube nicht, dass Deutschland alle retten kann“, sagte er. „Aber ein Zurück zur Deutschen Mark bringt nichts.“ Und die Konsequenz aus dem Atomausstieg ist für den Konservativen, dass Energie teurer wird und neue Leitungstrassen gebaut werden müssen.

Dann machte er noch ein bisschen Wahlwerbung, als er mit Blick auf den Urnengang im Mai sagte: „Wir alle müssen mit unserer Stimme für den Erhalt der Selbstständigkeit unserer Gemeinden und der Ämter sorgen.“

Bevor der Klönschnack der Gäste begann, ehrte der Bürgermeister noch Sportler, die im vergangenen Jahr besonders erfolgreich abschnitten. Diese Auszeichnung ist mit einer finanziellen Unterstützung der Vereinsarbeit verbunden.

Ehrungen erfolgreicher Sportler

Der Neujahrsempfang der Gemeinde wird traditionell genutzt, um erfolgreiche Sportler des vergangenen Jahres zu ehren. Bürgermeister Walter Rißler zeichnete die Junioren-, Herren- und Damen-Mannschaften sowie Maximilian Müller von den Westend 69’ers aus. Vom TSV Holm wurden ferner aus der Badmintonsparte Sanja Reidies und Jan Marcus Leifermann sowie die Fußballer Ü60 und die 1. E-Jugend gewürdigt. Finn Reiko Virchow, Louis Löbel, Susanne Imhoff, Wilhelm Timmermann sowie die Herren Altersklasse und Altersklasse 2 der Bogensportler sind geehrt worden. Der Bürgermeister lobte den TSV-Turner Michael Hönke, die Bambino 1 und 2 sowie die Knaben der Tennisabteilung. Bei den Schützen ragten Colette Baro und die Herrenmannschaft heraus.

Zahlreiche Erfolge heimste Wolfgang Roßmann von der Lauftreffgruppe Holm-Wedel ein. Die Taubenzüchter Ernst-Herbert Kleinwort und Martin Haartje sowie die Kaninchenzüchterin Melanie Hörburger sind ausgezeichnet worden. Eine Würdigung gab es für Lauren Mackentosh, Vivian Gallin, Kay Burgstaler und Klaus Horst vom Golfclub Hamburg-Holm. Den Bürgermeisterpokal überreichte Rißler an die Tennisjugend des TSV Holm. (tp)

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