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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 05:39 Uhr

Fußball : Both sei Dank: Heist lebt noch

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mausetot schienen die 1. Herren des TSV Heist zu sein, als sie am Sonntag nach einer halben Stunde gegen den FC Roland Wedel II mit 0:3 zurücklagen. „Weil der Gegner aus vier Chancen drei Tore gemacht hat, sah es so aus, als ob es für uns vorbei wäre“, räumte TSV-Trainer Ingo Jopp ein.

Doch dann bewiesen die „Heistmer Jungs“ eine großartige Moral, drehten die Partie noch zu einem 4:3-Sieg und verkürzten damit ihren Rückstand auf den Moorreger SV, der in der Kreisliga 8 den rettenden 13. Rang belegt, auf sieben Punkte. „Wir dürfen weiter auf den Klassenerhalt hoffen“, sagte Jopp, dessen Team am Sonntag, 19. April beim Nachbarn Moorrege gastiert.

Die Roland-Reserve war an der Hamburger Straße das technisch überlegene Team und ging früh in Führung, als Cemal Ayik eine Freistoßflanke zum 0:1 verlängerte (7.). Während für die Heim-Elf zunächst nur ein Fernschuss von Claus Riedemann auf der Habenseite stand, legten die Gäste noch zwei Tore nach: Mustafa Yilmaz (23.) sowie Haci Dogan per 20-Meter-Freistoß unter die Latte (30.) trafen.

Positiv aus TSV-Sicht war, dass direkt vor der Pause das 1:3 fiel: Martin Brügmann köpfte eine Flanke, die Andre von Glahn aus dem rechten Halbfeld geschlagen hatte, aus acht Metern freistehend ins lange Eck (45.). „Dieses Tor hat uns neues Leben eingehaucht“, sagte Jopp, dessen Schützlinge sich in der Pause vornahmen, schnell nachzulegen. Und dies gelang prompt: Nach einem Pass von Jannik Ossenbrüggen lief Adrian Prieto alleine auf Roland-Keeper Christian Grede zu und schob zum 2:3 in die lange Ecke ein (47). Danach wogte die Partie hin und her: Beide Teams investierten viel und die Heistmer wurden für ihren großen Einsatz belohnt, als Jannik Ossenbrüggen nach einem Steilpass von Hauke Suhl im Gäste-Strafraum umgerissen wurde. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Philipp Scharrel zum 3:3-Ausgleich (66.). Zehn Minuten später vergab Brügmann eine Großchance zur TSV-Führung, als er nach Prietos Querpass aus zehn Metern nur den linken Pfosten traf. So kam es in der Nachspielzeit zum dramaturgischen Höhepunkt: TSV-Torwart Klaas Gerrit Both ging nach der Erlaubnis von Jopp („Ein Punkt wäre für uns zu wenig gewesen!“) bei einem Eckstoß mit in den Gäste-Strafraum. Die von Rafael Vazquez hereingegebene Ecke köpften die Wedeler zurück zur Seite, so dass Vazquez erneut zum Flanken kam. Am langen Pfosten fand er Both, der den Ball scharf in die Mitte passte, wo ihn Prieto zum 4:3 ins Netz drückte (92.). Unmittelbar danach erfolgte der Abpfiff. Als Tor-Vorbereiter hielt Torwart Both seine Heistmer am Leben und Jopp sagte: „Mit den Umstellungen, die wir vorgenommen haben, haben wir mehr Druck über Außen entfacht. Dieser Erfolg war Balsam für unsere Seele!“

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erstellt am 14.Apr.2015 | 21:19 Uhr

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