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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 06:09 Uhr

Tornesch : Bolzplätze auch sonntags geöffnet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Tornescher Verwaltung hat die Öffnungszeiten überarbeitet. Stadtjugendpflege wird künftig bei Beschwerden aktiv.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2017 | 14:00 Uhr

Tornesch | Basierend auf einem Beschluss des Bildungs- und Sozialausschusses vom 11. September hat die Verwaltung die Öffnungszeiten der Spiel- und Bolzplätze überarbeitet. Sie dürfen nun ohne zeitliche Begrenzung von Kindern und Jugendlichen genutzt werden – während des Winterhalbjahres allerdings nur bis zum Einbruch der Dunkelheit. Sollten von Anliegern Beschwerden über Lärmbelästigungen bei der Verwaltung eingehen, wird die Stadtjugendpflege aktiv und zur Konfliktentschärfung beitragen.

Hintergrund für die von den Politikern im Bildungsausschuss einstimmig befürwortete Beschlussvorlage war ein SPD-Antrag. Die Sozialdemokraten hatten im September Beschwerden von Jugendlichen über die Schließung der Bolzplätze am Esinger Weg und an der Rostocker Straße an Sonntagen aufgegriffen und in dem Zusammenhang auf eine geänderte Sportanlagenlärmschutzverordnung hingewiesen.

Die SPD-Politiker wünschten sich für Tornesch eine Anpassung an die neuen gesetzlichen Vorschriften, die mehr Sport- und Spiellärm in Ruhezeiten sowie an Sonn- und Feiertagen ermöglichen. Für die Sozialdemokraten war wichtig, dass die Spiel- und Bolzplätze auch sonntags genutzt werden können.

Wie die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses mitteilte, ist die Einschränkung der Spiel- und Nutzungszeiten für den Bolzplatz an der Rostocker Straße aufgehoben. Der Bolzplatz wird abends nicht mehr verschlossen. Dies war zeitweise im Spätsommer aufgrund von Anzeigen wegen Lärmbelästigung notwendig geworden.

Auch die Bolzplätze am Esinger Weg, Schützenplatz und die Skateranlage am Esinger Weg können nun auch an den Wochenenden genutzt werden. Ein Hausmeisterservice öffnet morgens und schließt abends, beziehungsweise in der Winterzeit nachmittags, die Anlagen bei Einbruch der Dunkelheit.

Expertise bei anderen Städten geholt

Die Verwaltung hat sich Informationen in den Verwaltungen Norderstedt und Quickborn zur Frage eingeholt, wie dort mit Beschwerden aufgrund von Lärmbelästigung in Nachbarschaft zu Spiel- und Bolzplätzen umgegangen wird. „Die beiden Städte haben keine Begrenzung der Nutzungszeiten. Dort wird die Auffassung vertreten, dass diese Plätze in das Quartier gehören und auch Kinder und Jugendliche ihren Platz haben müssen“, teilte die Leiterin des Amtes für soziale Dienste, Sabine Kählert, den Politikern mit.

Sollte es zu das Maß überschreitenden Ruhestörungen kommen, werden in den beiden Kommunen die örtlichen Jugendpfleger zur Schlichtung eingeschaltet. Diesen Weg will nun auch Tornesch wieder gehen. Gute Erfahrungen wurden damit bereits gemacht. Vor mehreren Jahren erreichten Stadtjugendpfleger Dieter Krüger und sein Team aus der offenen Jugendarbeit durch das Aufsuchen von Spiel- und Bolzplätzen und in Gesprächen mit Jugendlichen und Anwohnern gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme.

Aus dem schriftlich vorliegenden Bericht aus der Jugendarbeit entnahmen die Bildungspolitiker, dass die Stadtjugendpflege und das Team der offenen Jugendarbeit die Spielplatzbetreuung wieder aufleben lassen und Treffs von Jugendlichen aufsuchen wollen. Die Politiker begrüßten die Wiedereinführung des Projektes Spielplatzbetreuung und nahmen zur Kenntnis, dass dafür allerdings Mobilität hergestellt werden muss.

Der Bauwagen mit Spiel- und Sportgeräten, der vor mehreren Jahren von einem Traktor des Bauhofes auf die ausgewählten Spielplätze gebracht wurde und bei Regen auch Platz für Bastel- und Malbeschäftigungen bot, steht nämlich seit 2013 dem Offenen Ganztag der Johannes-Schwennesen-Schule zur Verfügung.
 

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