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Algenproblem : Blutrot: Angelteich Lander gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn eine Sache einen für den Markt nachgewiesenen Wert enthält, dann wird an und mit ihr intensiv geforscht.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2012 | 21:02 Uhr

Bei der Burgunderblutalge ist das bislang nicht so. Sie ist relativ unbekannt. Man weiß lediglich, dass sie Gifte enthält. Auf jeden Fall lagern sich diese in der Leber und im Fettgewebe der Fische ab. Doch wie giftig sind die Toxine für die einzelne Kreatur? Was passiert, wenn der Mensch den Fisch isst? Sagen kann das keiner.

Siegfried Stockfleth, Präsident des Sportanglervereins Posenkieker, hatte 2011, als sich die rote Alge zum ersten Mal auf dem mehrere Hektar großen Gewässer ausbreitete, alles in Bewegung gesetzt, um Antworten zu erhalten. Wo kommt die Alge her? Was müssen die Angler beachten? Was kann man gegebenenfalls tun, um sie loszuwerden? Doch niemand konnte ihm helfen.

Die Alge sank nach der Blüte zu Boden, und Stockfleth hoffte damals, im März, dass es sich um ein einmaliges Phänomen gehandelt habe. Doch mit der ersten Sonne kam sie nun wieder – blutrot schimmerte die Alge durch das dünne Eis.

Schon vor einem Jahr hatte sich Stockfleth auch an die Universität Jena gewandt und von dort zumindest die Antwort erhalten, dass sich die Alge in Gewässern wohlfühle, die viel Phosphor enthalten. An diesen Kontakt hat sich der Vereinsvorsitzende jetzt erinnert und konnte dort auch das erhoffte Interesse wecken. Die Universität informierte eine im Bereich der Mikrobiologie forschende Fachfirma, und gestern wurden durch zwei Mitarbeiter dieses Unternehmens Algen- und Wasserproben entnommen. Ein erstes Ergebnis aus Thüringen soll in zwei Wochen vorliegen.

Ob sich aus diesem auch die erhofften Antworten ableiten, bleibt abzuwarten. Stefan Opitz und Nils Fankhänel, die die Proben zogen, trübten jedenfalls die Hoffnungen etwas. Der Lander wurde vorsorglich bis auf Weiteres gesperrt: Angeln verboten!

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