Erziehung : Blöd durch digitale Medien?

Die digitale Mobilmachung stellt Eltern zunehmend vor große Herausforderungen, weil sie die Erziehung und den familiären Alltag nachhaltig beeinflusst. Da die Verunsicherung der Eltern wächst und sie oft mit einer realistischen Einschätzung der Vor- und Nachteile digitaler Medien überfordert sind, bietet der Kreis Pinneberg am Dienstag, 19. Mai, um 19.30 Uhr in der Pinneberger Landdrostei eine Informationsveranstaltung an. Im Mittelpunkt steht ein vorurteilsfreier Blick auf die Folgen der digitalen Revolution.

shz.de von
12. Mai 2015, 21:59 Uhr

Die Hiobsbotschaften kommen in immer kürzeren Abständen: Digitale Helfer führen wegen ihrer Dominanz zu geistiger Verarmung, Ego-Shooter-Spiele machen Kinder zu Amokläufern, neue Kommunikationswege werden mittelfristig zu Veränderungen in den Gehirnen der nachkommenden Generationen führen.

Welche Aussagen stimmen, welche gehören in das Land der Fantasie? Diese Frage möchten die Kreis Pinneberger Koordinatoren für Medienkompetenz, Silvia Stolze und Jörn Folster, mithilfe eines Bildungsexperten klären. Joszi Sorokowski beschäftigt sich auf ihre Einladung mit dem Thema „Digitale Medien – Mobile Kommunikation: Wie verändern sich Kindheit und Jugend im Zeitalter von Internet und Smartphone?“

Sorokowski ist Medienpädagoge und lehrt an der Universität Flensburg, ist außerdem Gründungsmitglied im Netzwerk Medienkompetenz im Kreis Pinneberg. Immer wieder hat er in der Vergangenheit Thesen widersprochen, wonach die digitalen Medien Gehirnbildungsprozesse zerstören. Stattdessen vertritt er die Meinung, dass die interaktive Kommunikation die geistige Entwicklung durchaus sehr positiv beeinflussen kann.

Die Teilnahme am Themenabend ist kostenlos, um Anmeldung bei Jörn Folster unter der Nummer 04121/45023456 wird allerdings gebeten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert