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Regionalschule : Bleibenden Eindruck hinterlassen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir wollen die Zusammenarbeit nicht nur aufrechterhalten“, erklärt Frank Lassen, Leiter der Polizeistation in Uetersen, „sondern sie verbessern.“ Zusammen mit seinem Kollegen Bernd Kock war er in die Moorreger Regionalschule gekommen. Der Jugendsachbearbeiter kümmert sich zukünftig nicht nur um die Schulen der Rosenstadt, sondern auch um das Schulzentrum.

Denn Kritik war nach dem Bekanntwerden der Schließung der Moorreger Station aus der Regionalschule laut geworden. Die Pädagogen sahen die gute Zusammenarbeit mit der Polizei vor dem Aus. Über die zukünftige Zusammenarbeit berieten nun Lassen und Kock mit der Rektorin Karen Frers, Schulsozialarbeiter Sebastian Rolke und Björn Schwientek, an der RegMo zuständig für die Präventionsarbeit.

Eine Neuerung hatten die beiden Beamten mitgebracht. Zukünftig soll es eine feste Sprechzeit geben. Kock wird immer am zweiten Dienstag im Monat in die Regionalschule kommen. Unter anderem ist er für die Schüler ansprechbar während einer großen Pause auf dem Schulhof. Wenn Schüler zwischendurch Kontakt mit dem „Udel“ aufnehmen möchten, machen sie dies über Schwientek oder Rolke. Wie bisher wird der Polizist bei Bedarf in die Schule kommen.

Besonders häufig muss sich Kock mit Beleidigung und Mobbing unter Schülern via Internet oder Handy auseinander setzen. Über das weltweite Netz werden zudem immer wieder Bilder veröffentlicht, obwohl die Fotografierten dies nicht wollen. Dahinter kommen Diebstähle, zumeist von Handy und Taschen. Neben den Schulen sind Turnhallen bevorzugte Orte der Täter. Kock muss sich ferner mit Körperverletzungen beschäftigen. Beim Thema „Abziehen“ herrscht „Ruhe“, so der Polizist. Vor einigen Jahren war dies das Jugenddelikt Nummer eins. Eine geringe Rollen spielen zudem Drogendelikte.

Kock kennt sich aus in der Region. 1987 kam der Beamte in die Uetersener Wache. Seit 1999 ist er im Ermittlungsdienst tätig. Vor gut einem Jahr übernahm er die Aufgabe des Jugendsachbearbeiters.

Es sei schon etwas Anderes, ob ein Lehrer oder ein Polizeibeamter vor einer Klasse über die möglichen Konsequenzen von Schülerverhalten spreche, berichtet Schwientek. Ein erzieherisches Gespräche mit dem Polizisten hinterlässt bleibende Eindruck. „Für die weitaus meisten Jugendlichen ist der erste auch der letzte Kontakt mit der Polizei“, berichtet Lassen.

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erstellt am 13.Feb.2014 | 19:58 Uhr

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