Fußball : Bitteres Ende für Heist

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Nachdem sich die 1. Herren des TSV Heist im vorherigen Topspiel der Kreisliga 8 gegen den SC Ellerau (0:3) von einem selbstdarstellerischen Schiedsrichter verpfiffen fühlten (die UeNa berichteten), erschien am Sonntag zur Partie beim SC Cosmos Wedel gar kein Referee. Stefan Schacht, der zuvor an der Schulauer Straße die Partie Roland Wedel II gegen Rantzau III gepfiffen hatte, sprang ein. Als Assistenten sollten zwei A-Jugendliche von Cosmos fungieren; dann einigten sich die Beteiligten darauf, dass mit Steffen Stooß (Wedel) und Hilmer Ossenbrüggen (Heist) jeweils ein Betreuer der Teams das Linienrichter-Amt übernehmen.

shz.de von
08. Oktober 2012, 21:30 Uhr

TSV-Trainer Volker Großmann musste seine Defensive umbauen: Fabian Hlede (Urlaub), Christian Möhle (Studium), Andre Siegemund (krank) und Torben Wittke (gesperrt) fehlten. Ein Abstimmungsfehler der neu formierten Gäste-Abwehr begünstigte das Wedeler 1:0 (Philip Zink/ 21.). „Gut war, dass wir gleich im Gegenzug ausgeglichen haben“, freute sich Großmann über das 1:1, als Fabian Gill den Ball aus 18 Metern so brachial unter die Latte jagte, dass Cosmos-Keeper Dominik Stubbe nicht einmal mehr die Hand heben konnte (22.). Jannik Ossenbrüggen brachte die Gäste nach einer schönen Einzelleistung in Führung, als er einen Wedeler aussteigen und Stubbe keine Abwehrchance ließ (37.). „Dieses 1:2 hätte uns eigentlich die nötige Ruhe geben müssen“, so Großmann, dessen Elf sich aber immer wieder schnellen Wedeler Kontern über die Außenbahnen ausgesetzt sah. Die Heistmer waren zwar spielbestimmend, ließen den Ball aber nicht so sicher wie sonst durch die eigenen Reihen laufen: „Wir hatten mit dem ungewohnten Grandplatz doch arge Probleme“, so Großmann.

In der Schlussphase rückten die Aushilfs-Schiedsrichterassistenten in den Mittelpunkt. Zunächst zeigte Hilmar Ossenbrüggen an, dass Stubbe den Rückpass eines Mitspielers gefangen habe; Schacht hatte nichts gesehen und das Spiel weiterlaufen lassen, ehe er es unterbrach und nach Rücksprache mit Hilmar Ossenbrüggen einen indirekten Freistoß für Heist verhängte. Diesen jagte Claus Riedemann aus 15 Metern über die Latte (86.). Im Gegenzug „übersah“ Steffen Stooß, dass zwei Wedeler im Abseits standen, und zeigte nach einem Zusammenprall im Gäste-Strafraum ein Foul an. Erneut ließ Schacht das Spiel erst weiterlaufen, ehe er nach Rücksprache mit Stooß einen Elfmeter verhängte, den Zink zum 2:2-Endstand verwandelte (88.). „Das war wohl eine Retourkutsche für den indirekten Freistoß“, so Volker Großmann, der zu-gab: „Wir haben damit einen kleinen Rückschlag erlitten!“

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