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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 21:57 Uhr

Handball : Bittere Pillen für Esingen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weil die 1. Männer des TuS Esingen als Hamburg-Liga-Vizemeister in den Aufstiegsspielen gegen Schleswig-Holsteins Vizemeister TSV Alt Duvenstedt den Kürzeren zogen, hatten sie es verpasst, sich aus eigener Kraft den Aufstieg in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein zu sichern.

Dort war kein Platz für einen vierten Aufsteiger frei, weil die SG Flensburg-Handewitt II aus der 3. Liga Nord in die Oberliga abstieg.

Ein kleines Fünkchen Hoffnung gab es Mitte Mai, als der Deutsche Handball-Bund überlegte, Relegationsspiele zwischen den Tabellen-14. der vier Drittliga-Staffeln anzusetzen. Hätte Flensburg-Handewitt II diese Vierer-Runde gewonnen und ein Drittligist nicht mehr gemeldet, wäre die SG-Zweite drittklassig geblieben und Esingen doch noch aufgestiegen. Aber obwohl mit der TG Münden und dem VfL Edewecht zwei Drittligisten insolvent waren (dies führt, anders als beim Fußball, beim Handball nicht zum Zwangsabstieg), sahen die DHB-Verantwortlichen im Mai keine Veranlassung, eine Relegationsrunde für die Tabellen-14. der Dritten Liga auszuspielen.

Nun kam es plötzlich zur Wende: Weil sich mit Edewecht einer der beiden Konkurs-Klubs zum 30. Mai 2013 aus der 3. Liga West zurückzog, war plötzlich ein Drittliga-Platz frei – und eilig setzte der DHB doch noch eine Relegationsrunde an. Diese sollte vom 15./16. Juni bis zum 6./7. Juli ausgetragen werden – und somit erst im offiziell nächsten Spieljahr, das am 1. Juli beginnt, enden. Eine unmögliche Situation, da es bei allen beteiligten Klubs Spieler gibt, die in diesem Sommer den Verein wechseln und somit im Juli eben nicht mehr für ihren jetzigen Klub spielen dürfen.

Aber: Esingen konnte, obwohl der Hamburger Handball-Verband bereits die Spielklassen-Einteilung vorgenommen hatte, plötzlich wieder auf den Aufstieg hoffen. Doch dann gaben die Verantwortlichen von Flensburg-Handewitt II bekannt, dass sie aufgrund der späten Ansetzung nicht an der Relegationsrunde teilnehmen. So wird diese nur als Dreier-Runde ausgespielt und ist bereits am 29. Juni beendet. Aufgrund der Kurzsichtigkeit des DHB und der Absage der SG-Zweiten ist damit endgültig sicher: Die 1. TuS-Männer spielen eine weitere Saison in der Hamburg-Liga, in die deshalb die 2. TuS-Männer als Landesliga-Meister nicht aufsteigen dürfen.

Die nächste bittere Nachricht: Till Krügel, der erst im Frühjahr 2013 mit großen Vorschusslorbeeren vom Zweitligisten SV Henstedt-Ulzburg nach Esingen zurückgekehrt war, verlässt die TuS-Männer nach gerade einmal drei Einsätzen schon wieder. Weil er in der Oberliga spielen möchte, ging Krügel zum TSV Ellerbek an. Zudem bleibt Dennis Lißner, der im Aufstiegsfall nach Esingen zurückgekehrt wäre, nun definitiv in Ellerbek.

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erstellt am 12.Jun.2013 | 18:32 Uhr

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