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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 16:18 Uhr

Bittere Heimpleite

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Timo Herrmann zeigte sich geständig: „Ja, es hat eine Berührung gegeben ‒ eigentlich ist der Stürmer zwar aus seiner Bewegung heraus mit seiner Hacke unter mein Knie gelaufen, aber den Elfmeter kann man wohl geben‟, räumte der Torhüter der 1. Herren des TSV Uetersen, der zuvor in seinem Strafraum mit einem Angreifer von TuRa Harksheide kollidiert war, ein. Dass Schiedsrichter Thore Holst (vom FC Türkiye) allerdings in der 34. Minute nicht nur auf Strafstoß für die Gäste entschied, sondern dem Keeper auch noch die Rote Karte zeigte, sorgte für blankes Entsetzen bei Herrmann: „Der Harksheider hat sich in Richtung der rechten Eckfahne aus dem Strafraum heraus bewegt und ist keinesfalls auf das Tor zugelaufen ..."

Von der Vereitelung einer klaren Torchance, die für eine Rote Karte vorliegen muss, zu sprechen, wäre also eine sehr gewagte. „Die Schiedsrichter im Amateur-Fußball nehmen doch immer die Bundesliga als Vorbild‟, klagte TSV-Liga-Manager Oliver Engl mit Verweis darauf, dass es Herrmann am Sonntag „genauso ergangen sei wie einen Tag vorher Jaroslav Drobny‟. Zum besseren Verständnis: Drobny, Torwart des Hamburger SV, war am Sonnabend im Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim 1899 ebenfalls für eine „Notbremse" noch vor der Pause vom Platz geflogen.

Einen Unterschied gab es zwischen dem HSV und Uetersen dann aber doch: Während es dem für Drobny ins Spiel gekommenen René Adler nicht gelang, den Hoffenheimer Elfmeter zu parieren, wehrte der eingewechselte TSV-Torwart Christoph Richter den Strafstoß von TuRa-Akteur Benedikt Neumann-Schirmbeck famos ab.

„Richter richtet es“ ‒ so hätte die Überschrift lauten können, denn auch im zweiten Durchgang rettete der 32-Jährige, der nach einer langen Verletzungspause erstmals wieder zwischen den Pfosten stand, mehrmals famos. Vor dem Harksheider Diego Wohlers klärte Richter in der 65. Minute sogar im Stile eines Manuel Neuer weit vor seinem eigenen Strafraum. Dann machte er Christopher Gehrs Versuch aus spitzem Winkel unschädlich (70.).

Alle gingen bereits davon aus, dass sich die Rosenstädter trotz langer Unterzahl im Landesliga-Spitzenspiel ein 0:0-Unentschieden erkämpfen würden. Doch dann kam die 86. Minute: Kirill Shmakov rechnete damit, dass Richter nach einem langen Harksheider Ball herauskommen würde, was er aber nicht tat. Dann ging Shmakovs Rettungsversuch voll nach hinten los: Er blockte den Torschuss eines TuRa-Spielers so ab, dass er einem anderen Harksheider genau vor die Füße fiel, der aus kurzer Distanz zum 0:1-Endstand einschob und eine für die TSV-Spieler ganz, ganz bittere Niederlage besiegelte.

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erstellt am 15.Mär.2015 | 21:44 Uhr

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