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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 07:25 Uhr

Windpark : Bitte anrufen, Herr Tietje

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Planet Energy ist weiterhin daran interessiert, den Windpark Uetersen (die fünf Anlagen der Windbetriebsgesellschaft) zu erwerben, plus die Windmühle, die zwei Privatpersonen gehört. Im Rahmen eines Pressegespräches erläuterte Planet Energy-Geschäftsführer Nils Müller gestern die Historie des beabsichtigten Engagements in Uetersen. Demnach ist nicht Planet Energy auf die Kommanditisten zugekommen, sondern einige dieser auf Planet Energy. Die ersten Gespräche mit diesen Anteilseignern hätten bereits im Februar stattgefunden. Dieser kleine Personenkreis halte rund 30 Prozent des Gesellschaftsvermögens. „Und diesen Anteil haben wir bereits erworben“, so Müller. Planet Energy habe mitnichten vor, erst dann einzusteigen, wenn es gelungen sei, 75 Prozent der Eigentumsanteile zu erwerben. „Wir benötigen einen geringeren Anteil“, die genaue Prozentzahl wollte sich Müller aber nicht entlocken lassen, sie dürfte aber jenseits der 50-Prozent-Marke liegen.

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2012 | 19:20 Uhr

Erst nach diesen Gesprächen mit den Anteilseignern habe man auf Wunsch in Uetersen im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung allen Kommanditisten das Kaufangebot unterbreitet, so Müller.

Frühzeitig sei man auch auf die Stadtwerke Uetersen zugegangen und habe eine Kooperation angeboten. Doch von dort habe es bislang keine Regung gegeben. Man sei bei Planet Energy weiterhin kooperationsbereit, das „Konsortium“ sei nun an der Reihe, diesbezüglich Vorschläge zu unterbreiten. Wenn Planet Energy von „Konsortium“ spricht, dann meint die Greenpeace-Tochter die andere Bieterseite, die Stadtwerke und Hamburg Energie als potenten Partner. Die haben den Kommanditisten inzwischen ein lukrativeres Angebot vorgelegt (wir berichteten). Planet Energy wolle das regionale Denken fördern und das zum einen über die Idee eines Bürgerwindparks (finanzielle Beteiligung der Bürger in Uetersen und Umgebung). Zum anderen wolle man die Marketingidee der Stadtwerke Uetersen vergangener Jahre gerne aufgreifen und den Bürgern anbieten, dass sie ihren Strom direkt aus dem Windpark beziehen. Also nicht errechnet über Zertifikate. Wer heute mit Renditen von 30 Prozent rechne, so Müller, blende das Risiko aus. In der Vergangenheit sei der Windpark reparaturanfällig gewesen. Nun sei er in die Jahre gekommen. Da sei damit zu rechnen, dass die Probleme nicht weniger werden.

Für Müller steht dabei außer Frage, dass repowert werden muss. „Aber unser Engagement in Uetersen knüpfen wir nicht an diese Bedingung.“

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