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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 12:13 Uhr

Handball : Bissige „Jung-Zebras“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das, was schon viele Handball-Teams erlebten, widerfuhr am Sonnabend auch den 1. Männern des TuS Esingen: Sie unterlagen dem THW Kiel. Gegen die 2. Mannschaft des Deutschen Rekordmeisters setzte es nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit schwachen Leistung eine 21:26-Heimniederlage.

Bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone und drei noch offenen Saisonspielen müssen die Tornescher somit weiter um den Klassenerhalt in der Oberliga zittern. „Wir haben aber noch immer alles in der eigenen Hand“, betonte Claas-Peter Schütt, der die TuS-Männer zusammen mit Till Krügel trainiert.

Über zu wenig Arbeit konnten sich die beiden Übungsleiter am Sonnabend nicht beklagen: Ähnlich oft und schnell, wie ein Chamäleon sein Aussehen verändert, variierten die Kieler nämlich in ihren Deckungssystemen. So hatten es die Tornescher schwer, sich im Positionsangriff und am gegnerischen Kreis zu behaupten. Da auch Rückraum-Ass Max-Lennart Albrecht nur schwer ins Spiel kam, stand nach sieben Minuten erst ein Torerfolg zu Buche. Positiv war, dass die Esinger in der sechsten Minute auch erst ihren ersten Gegentreffer kassierten. Überhaupt arbeitete die Heim-Sieben in der ersten Halbzeit stark in der Abwehr. Und nach Krügels beim Stand von 4:6 genommener Auszeit (14. Minute) wuchs der Rückstand zwar zunächst auf 5:8 an ‒ doch dann trafen Albrecht und Benedict Philippi plötzlich viermal in Folge aus dem Rückraum zur 9:8-Führung (23.). Daraufhin meldete THW-Trainer Dennis Olbert, der in der Kieler Jugend einst auch den heutigen Esinger Jannik Genz betreute, Redebedarf an.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit gab es die ersten drei Zeitstrafen; auf TuS-Seite „erwischte“ es Daniel Abel. Zur Pause stand es 11:12 aus Sicht der Esinger, weil Benedict Philippi nach dem Ertönen der Schlusssirene per Freiwurf an THW-Torwart Fynn Schröder scheiterte ‒ gegen den TSV Ellerbek hatte er am 13. Februar so einen Freiwurf noch im Netz versenkt.

In der zweiten Halbzeit ließen die Esinger in der Abwehr deutlich nach. In der Rückraum-Mitte waren sie anfällig und auch von außen kamen die Kieler wiederholt zu Abschlüssen und einfachen Torerfolgen. Dagegen taten sich die Gastgeber im Angriff weiterhin schwer und auch ihr bester Schütze Albrecht agierte wiederholt zu kompliziert.

Als Benedict Philippi einen Gegenstoß lief und zum 21:22 abschloss (53.), schöpften die Esinger neuen Mut. Dies war aber bereits ihr letzter Treffer, weil sie sich auch in der Schlussphase zu viele technische Fehler und Fehlwürfe leisteten. So konnten die taktisch sehr abgeklärt und bissig agierenden „Jung-Zebras“ noch zum 21:26-Endstand davonziehen.

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erstellt am 10.Apr.2016 | 17:31 Uhr

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