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Kindergarten Heidgraben : Bildungsarbeit ganz besonderer Art

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Mädchen und Jungen im Kindergarten können die Texte auf den Tafeln an der Gartentür zum Kindergartengelände noch nicht lesen, aber sie wissen um die Bedeutung der Tafeln: Ihr Kindergarten ist ein „Haus der kleinen Forscher“ und gehört als „KiTa 21“ zu den Zukunftsgestaltern.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2012 | 20:37 Uhr

Die Auszeichnungen für die Einrichtung kommen nicht von ungefähr. Das Erzieherinnenteam um Leiterin Ute Junge und die Kinder haben im Kindergartenalltag und in Form von Projekten Kompetenzen und nachhaltiges Handeln unter Beweis gestellt. Die Auszeichnung „KiTa 21“ weist den Kindergarten als Vorbild für Nachhaltigkeit aus. Die Erzieherinnen Susann Hoyer und Kerstin Lange haben nach einer Fortbildung mit Engagement und Ideenreichtum ihre Kolleginnen und die Kinder aller Gruppen in das Thema eingebunden. Kindgerecht beschäftigten sich die Kleinen über den Inhalt ihrer Brotdosen mit regionalem und aus fernen Ländern stammendem Ost und Gemüse und stellten Vergleiche zu Transportwegen und Verpackungsmaterial an.

Bei Besuchen auf dem Hof Dannwisch in Horst waren sie bei der Aussaat und der Ernte von Gemüse mit dabei und lernten Gemüsesorten kennen, die sie bislang noch nicht probiert hatten. Auch gekocht, gemalt und gestaltet wurde zu dem Thema Nachhaltigkeit. Und das mit umfangreicher Wissensvermittlung, so dass der Kindergarten zu den 15 Schleswig-Holsteiner KiTas gehörte, die von der Umwelt-stiftung Save our Future die Auszeichnung „KiTa 21 – Zukunftsgestalter“ erhalten haben. Natürlich gehört auch ohne das Brotdosenprojekt nachhaltiges Handeln zum Kindergartenalltag und wird über das Thema gesundes Essen weiter vertieft. So wird jede Woche für eine andere Kindergartengruppe vom Hof Dannwisch eine Abo-Gemüsekiste geordert und im Herbst werden die Kinder einen Apfelhof besuchen, um zu erfahren, wie und wo Äpfel in der Region wachsen. Auch die Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“ basiert auf einer mehrere Monate umfassenden Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Themen auf der Grundlage von Begleitmaterial der Frühbildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“. Auch hierzu hatten sich Erzieherinnen der Einrichtung besonderes Wissen in Fortbildungen angeeignet und es im Kindergartenalltag bei den Themen Wasser, Sprudelgase, Magnetismus, Mathematik und Luft umgesetzt.

Die Experimentierausstattung hatte der Kindergarten über die Bildungsinitiative „Haus der Kleinen Forscher“ und den Kreisjugendring, der sich an dieser Initiative beteiligt, erhalten. Und so haben die Erzieherinnen in den vergangenen beiden Jahren bei mehr als 20 Experimenten und den Projekten „Mein Körper“ und „Energiefahrrad“ den Kindern naturwissenschaftliche Bildung vermittelt und Neugierde geweckt. Denn natürlich wollten die Mädchen und Jungen herausfinden, wie verschmutztes Wasser wieder sauber werden kann, wie viele Regenwürmer, Käfer, Ameisen oder Fliegen auf einer Handvoll Erde zuhause sind und warum ein Radio oder eine Bohrmaschine in Betrieb gesetzt werden können, wenn man kräftig in die Fahrrad-Pedalen tritt.

„Diese Wissensvermittlung ist Teil unserer Bildungsarbeit und es ist schön mitzuerleben, wie neugierig die Kinder sind und wie viel Spaß sie am Entdecken und Verstehen von Zusammenhängen in der Natur haben“, betont Kindergartenleiterin Ute Junge.

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