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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 23:52 Uhr

Besuch : Bildung und Förderung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einmal wieder an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte zu sein und zu sehen, was sich weiterentwickelt hat, machte der Grünen-Landtagsabgeordneten Ines Strehlau sichtlich Freude. Sie war von 2004 bis 2009 an der Klaus-Groth-Schule Lehrerin für Englisch, Französisch und Weltkunde. Bei ihrer gestrigen Stippvisite an der Schule wurde sie von dem Grünen-Kreistagsabgeordneten und Landtagskandidaten für den Wahlkreis 22 Burkhard Stratmann sowie den Tornescher Grünen-Politikern Helga und Helmut Rahn sowie Ronald Schulze begleitet.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2012 | 20:57 Uhr

Ziel des Informationsbesuches war das Kennenlernen des selbstorganisierten Lernens (Eigenlernzeit) sowie der Gedankenaustausch mit Schulleiterin Rita Wittmaack zu den Themen Arbeit in der Oberstufe, Berufsorientierung und Inklusionspädagogik. Wie konzentriert die Klassen, die sie besuchten, in der „Eigenlernzeit“ anhand von Arbeitsmaterial Lernstoff individuell oder in Gruppen vertieften, begeisterte die Politiker. In der „Eigenlernzeit“, die im fünften und sechsten Jahrgang an die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik gekoppelt ist, werden Grundlagen für selbstständiges Lernen gelegt. „Das Vermitteln von Kompetenzen wird an der Schule gut umgesetzt“, so Ines Strehlau. Zu ihrer Zeit an der Schule gab es das Lernen mit Kompetenzrastern, das nun eine Erweiterung durch die „Eigenlernzeit“ erfahren hat. Auch in der Oberstufe, in der ein sprachliches, naturwissenschaftliches und gesellschaftswissenschaftliches Profil angeboten wird, erfolge eine gute Umsetzung der Vorgaben des Landes zum fächerübergreifenden Lernen, stellte Ines Strehlau fest. In diesem Jahr wird erstmals an der Schule das Abitur abgelegt. Mit „Berufsorientierung“ wird natürlich nicht erst in der Oberstufe, sondern bereits im fünften Jahrgang begonnen. Durch ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit standen im vergangenen und stehen noch in diesem Schuljahr zwei Berufseinstiegsbegleiter beratend und motivierend ab der achten Klassenstufe zur Seite. Ines Strehlau verwies auf das Grünen-Übergangskonzept Schule-Beruf, das unter anderem vorsieht, Berufsschullehrer an allgemeinbildende Schulen zu holen. Doch dafür müssten die Länder größeren finanziellen Spielraum und Hilfe vom Bund erhalten und das Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Bildung fallen, so Strehlau. Auch die Inklusion in der Schule (Weiterführung von Integration; Recht aller Kinder auf gemeinsame Bildung und Erziehung) könne nur durch Unterstützung des Bundes umgesetzt werden. Schulleiterin Rita Wittmaack informierte, dass für diese Aufgaben gerade Stunden gekürzt worden seien. Unter den 1260 Schülern sind 45 Integrations-Schüler, die individuelle Betreuung und Unterstützung benötigen. „Für zusätzliche Aufgaben sind auch zusätzliche Ressourcen notwendig“, gab Rita Wittmaack der Grünen-Landtagspolitikerin mit auf den Weg.

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