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Sommerfest : Bildung durch Bindung: Mentoren ziehen Bilanz

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Lesen macht schlau, das Lesen ist die Schlüsselkompetenz für Bildung. Pädagogen können diese Verslein in- und auswendig. Und sie nutzen jede Möglichkeit, ihren Schülern den Sinn des Lesens zu vermitteln. Dabei sind sie aber auf das Zutun der Elternhäuser angewiesen. Und dabei scheitert auch der beste Lehrer zuweilen. Kinder ohne häusliche Unterstützung brauchen Hilfe, die ihnen vonseiten der Schule nicht immer gewährt werden kann.

Wie gut, dass es, inzwischen seit drei Jahren, eine kreisweite Gruppe von sehr aktiven Helfern gibt. Sie haben sich im „Mentorverein – die Leselernhelfer Kreis Pinneberg“ – zusammengefunden.

86 Männer und Frauen gehören diesem Kreis an. 45 von ihnen trafen sich jetzt im Klosterbezirk zum Sommerfest. Empfangen wurden die „Lese-Trainer“ vom Klosterprobsten persönlich. Hubertus Graf von Luckner ermöglichte ihnen einen vertieften Einblick in die Geschichte des Klosters und dessen Gebäudebestand. Berichtet wird, dass die Mentoren den Aufenthalt in der Keimzelle Uetersens sehr genossen haben. Und auch das in das Sommerfest eingeschlossene Kaffeetrinken.

Die Mentoren im Kreis haben bereits 120 Kindern ihre Zeit geschenkt, haben viele Stunden mit ihnen verbracht und sie dabei zum Lesen angehalten. Betreut werden in der Regel Jungen und Mädchen der dritten und vierten Klassenstufe, bei denen ein Potenzial zu erkennen ist, das aber „geweckt“ werden muss. Das Besondere am Mentorenprogramm: Es findet eine ideale 1:1-Betreuung statt. Ablenkung ausgeschlossen! Motto: Bildung durch Bindung.

Nach drei Jahren zieht Christiane Frese, eine Uetersener Mentorin, folgendes Fazit: 99 Prozent aller Kinder haben ihre Leseleistung verbessert und bringen sich nun auch in den Schulunterricht ein. Die Kinder blühen auf, werden wacher und interessierter.“ Christiane Frese erfährt es immer wieder: Für die Kinder ist es etwas Besonderes. Denn sie erkennen in dem Mentoren, der ihnen an ihre Seite gestellt wird, ein Geschenk.

Das weiß auch Dr. Klaus Eckardt, ein weiterer Uetersener Mentor. Die beiden Vorstandsmitglieder freuen sich auf weitere Unterstützung auf Freiwilligenbasis. Und auf Schulen, die ihre Bedarfe anmelden.

Informationen über den Mentorenverein im Kreis gibt es unter der Adresse „www.mentor-pinneberg.de“. Über die Homepage im weltweiten Datennetz kann auch Kontakt zum Vorstand aufgenommen werden.

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erstellt am 23.Jun.2013 | 21:20 Uhr

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