Museum für Kunst und Gewerbe : Bilder der Mode aus Privatsammlung

Im „Museum für Kunst und Gewerbe“ wird eine neue Ausstellung gezeigt, die einen einzigartigen Überblick über das Genre Modezeichnung als eingenständige Kunstform dokumentiert.

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26. Dezember 2014, 18:51 Uhr

Bereits seit der Antike wird Mode abgebildet und seit dem 19. Jahrhundert in Zeitschriften und in Grafikserien illustriert. Doch erst durch die Modemagazine wie „Vogue“, „Gazette du Bon“ oder „Harper’s Bazaar“ wurde die Modezeichnung zu einem eigenständigen Format. Die „Bilder der Mode“ – Meisterwerke aus 100 Jahren, so der Titel der Schau, stammen aus dem Besitz der Münchner Galeristin, Sammlerin und großen Kennerin der Illustration, Joëlle Chariau.

Die über 170 Arbeiten vermitteln eine Vorstellung vom Wesen der Modezeichnung und ihrer Qualität. Auf höchstem künstlerischen Niveau werden Kreationen der großen Haute-Couture-Häuser, wie Coco Chanel, Alexander McQueen, Christian Lacroix gezeigt, deren außerordentliche Feinheit überzeugender ist als die Fotografie. Die Entwicklung der Modezeichnung wird anhand von sieben Abschnitten beispielhaft an ausgewählten Arbeiten gezeigt.

Die ersten beiden Kapitel stellen den Stil einer Epoche vor. Nach der extravaganten Art Deco in den zehner- und zwanziger Jahren folgte der „gediegene“ Stil der dreißiger und vierziger Jahre. In den nächsten Jahrzehnten brillieren herausragende Zeichner, wie Rene Gruau (1909-2004) in den fünfziger Jahren. Der New Yorker Antonio (Antonio Lopez, 1943-1987) war in den sechziger bis achtziger Jahren bestimmend, gefolgt von dem Schweden Mats Gustafson und dem Schweizer Francois Berthoud. Die jüngste Modezeichnerin, die Pariser Künstlerin Aurore de La Morinerie, wurde 1962 geboren.

Der Sammlerin Joëlle Chariau geht es nicht um ein breites Spektrum, sie ist an herausragenden Künstlern interessiert, die sich auf Modezeichnungen spezialisiert haben, und die Entwicklung des Genre entscheidend prägten. Die sehenswerte Schau ist am Steintorplatz bis Mai 2015 zu sehen. Geöffnet: Di.-So. 10-18 Uhr. Do. 10-21 Uhr.

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